DVD-Samstag #2: Märchenspecial

Eins und eins und eins und zwei. Ich bin der Schuster Klaus. Ich zieh mit meiner Goldenen Gans…“

Der heutige DVD-Samstag wird märchenhaft…Ich möchte euch meine drei Lieblingsmärchen vorstellen. Märchen gehörten in meiner Kindheit jeden Sonntag zum Standartprogramm. Und vor allem in der Weihnachtszeit waren sie nicht wegzudenken. Meine Eltern sind in der ehemaligen DDR groß geworden und so bin ich vor allem mit den DDR DEFA-Verfilmungen sowie mit den russischen Märchen aufgewachsen. Natürlich wäre die Liste endlos lang – da man nie zu alt für Märchen ist. Es war gar nicht so einfach sich auf drei Filme zu beschränken, deshalb wird es zum Schluss noch eine kleine Märchen-Fav‘-Liste geben. Die Filmvorstellungen kann man fast alle auf Youtube ansehen.


*Werbung wg. Namensnennung und Verlinkung

Quelle: pixabay

Lustiger Weise musste ich beim Schreiben dieses Blogbeitrags feststellen, dass zwei meiner Märchen-Fav’s in der damaligen BRD (und nicht wie erst angenommen in der DDR) produziert wurden. Jedoch bin ich immer noch der Meinung, dass die DEFA Märchenverfilmungen mit die Schönsten sind. Was alle Märchenfilme jedoch gleich haben, ist die eingeflochtene Moral – etwas dass ich bei heutigen Kinderfilmen vermisse. Nun folgen für euch aber erst einmal meine TOP 3 Märchen – und zum Schluss dann wie versprochen die Märchenliste.


—- Das bucklige Pferdchen (1976)

In einem Dorf lebte ein Alter mit seinen drei Söhnen – der Älteste war ein Maulheld, der Mittlere ein Tunichtgut und Iwan, der Jüngste, ein Pechvogel…“

Eines Tages wird das Feld, das Iwan bewachen sollte verwüstet. In der Nacht findet Iwan den Übertäter: ein weißer Schimmel. Dieser verspricht ihm zwei Pferde, sofern Iwan ihn verschonen mag. Zusätzlich bekomme er noch ein Zauberpferdchen mit zwei Höckern und langen Ohren. Nie solle er es weggeben. Schnell lenkt Iwan mit seinen Pferden die Aufmerksamkeit des Zaren auf sich und wird zum 1. Stallmeister ernannt. Doch der Alte Stallmeister stürzt Iwan ins Verderben.

Der Zeichentrickfilm basiert auf ein Kunstmärchen von 1843. Die liebevollen Zeichnungen und Illustrationen lassen die Kindern eine phantasievolle Welteintauchen. Aus heutiger Sicht mag dieser Film „veraltet“ aussehen – zu der damaligen Zeit aber konnte er schon mit den Disney-Zeichenfilmen der 70er Jahre standhalten. Das bucklige Pferdchen gehörte zu meinen Lieblingsfilmen in der Kindheit. Besonders die Moral hinter der Geschichte ist wunderbar in eine ambitionierte Handlung und humorvoll gezeichneten Figuren verpackt. Phantasiereich, anspruchsvoll und durch und durch märchenhaft – mit Happy Ending natürlich.

  • Erscheinungsdatum: 24. Okt 1975 (Russland)
  • Laufzeit: 1 Std. 13 Min.
  • Regie: Ivan Ivanov-Vano und Boris Butakov
  • Darsteller*in: —-
  • FSK: 0

—- Aufruhr im Schlaraffenland (1957)

Im Land „Irgendwo“ herrscht bittere Armut. Eines Tages jedoch bekommt der König des Landes von einer Fee einen Knopf geschenkt. Damit kann er alle Lebensmittel herbei zaubern, die er sich gerade wünscht. Alles in dem Königreich wird essbar. Und aus Irgendwo wird Schlaraffenland. Keiner muss mehr hungern. Doch schnell zeigt sich der Nachtteil: alle Menschen werden dick und faul. Die Kinder schmieden eine Plan – den vorher war alles doch besser.

Die Vorlage zum Film lieferte Hans Sachs. Das besondere an diesem Film ist wieder einmal die Moral, die sich dahinter verbirgt. Auf spielerische Art und Weise versucht das Märchen zu zeigen, dass wenn man alles hat, doch nicht glücklich ist/sein kann. Und der Wohlstand und die Zufriedenheit nur von kurzer Dauer sein kann. Alles hat auch seine Nachteile und diese Lektion müssen auch die Bewohner von Schlaraffenland lernen.

Aufruhr in Schlaraffenland gehörte zu den Märchen, die leider nicht so oft im TV gezeigt wurden – gerade deshalb ist es so besonders für mich. Produziert wurde der Film in der BRD – jedoch bin ich überwiegend die Machart der DEFA Filme gewohnt. Schlaraffenland wurde leider nur in der BRD verfilmt. Dennoch ist es ein liebevoll geschaffener Film, bei dem am Ende nicht die Erwachsenen sondern die Kinder alle zur Vernunft bringen.

  • Erscheinungsdatum: 15. September 1957  (BRD)
  • Lautzeit: 81 Minuten
  • Regie: Otto Meyer
  • Darsteller*in: Alexander Engel, Sabine Sesselmann, Werner Krüger, Cordula Trantow
  • FSK: 6

—- Die Heinzelmännchen (1956)

Nachdem Anton und Käthe im Wald eine besondere Blume gefunden haben, ziehen des Nachtsdie Heinzelmännchen durch die Gassen der Stadt. Die Blume der Heinzelmännchen blüht nur alle 100 Jahre. Wie fleißige Bienchen verrichten die kleinen Männchen alle liegen gebliebene Arbeit des Bäckers, des Schusters, des Schneiders,… Jedoch kommen die Heinzelmännchen nur solang zu den Menschen, solange sie nicht gesehen werden. Doch die Schneiderin ist zu neugierig…

Das Märchen der Heinzelmännchen basiert auf der Sage und Ballade von August Kopisch. Laut Gedicht („Wie war zu Cölln es doch vordem, Mit Heinzelmännchen so bequem!) ist die Stadt der Heinzelmännchen die Stadt Köln. Auch dieses Märchen gehört zur Seltenheit im TV. Mit liebevoll gestalteten Requisiten, Kostümen, und (allgemein) einsehr phantasievollem Setting vermittelt auch dieses Märchen/Sage eine Moral. Streng genommen ist es weniger ein Märchen, vielmehr jedoch eine Sage. Und dennoch die Botschaft ist klar: Verlasse dich nicht zu sehr auf andere. Verrichte deine Arbeit lieber selbst, bleib fleißig, dann erreichst du am meisten.

  • Erscheinungsdatum: 23. September 1956 (BRD)
  • Laufzeit: 73 Minuten
  • Regie: Erich Kobler
  • Darsteller*in:  Nora Minor, Helmut Lieber, Bobby Todd,  Dietrich Thoms, Heini Göbel,…
  • FSK: 0 (6)

Da es zu viele Märchen gibt, die hier ihren Platz verdient hätte, gibt es nun meinen Märchen-Fav‘-List. Die hervorgehobenen Märchen, sind Top-Hoch-10 und machen echt süchtig:

Quelle: pixabay

DEFA (DDR)

  • Das singende klingende Bäumchen (1957)
  • Das Feuerzeug (1959)
  • Das Zaubermännchen (1960)
  • Schneewittchen (1961)
  • Rotkäppchen (1962)
  • Frau Holle (1963)
  • Die Goldene Gans (1964)
  • König Drosselbart (1965)
  • Dornrößchen (1971)
  • Drei Haselnüsse für Aschenbrödel (1973)
  • Schneeweißchen und Rosenrot (1979)
  • Die zertanzten Schuhe (1977)
  • Froschkönig (1988)

BRD

  • Die Heinzelmännchen (1956)
  • Rübezahl (1957)
  • Aufruhr im Schlaraffenland (1957)
  • Der Wolf und die sieben Geißlein (1957)
  • Die Bremer Stadtmusikanten (1959)
  • Frau Holle (1961)

Russland

  • Die Schöne Warwara (1969)
  • Abenteuer im Zauberwald (1964)
  • Der Hirsch mit dem Goldenen Geweih (1973)
  • Das bucklige Pferdchen (Zeichentrick, 1976)

Das waren meine Top 3 Märchenfilme, die ich als Kind geliebt habe. Habt ihr einen der drei Märchen schon gesehen ❓Welchen fandet ihr am besten❓Habt ihr auch ein Lieblingsmärchen 🧚‍♀️❓ Schreibt es einfach unten in die Kommentare  💙⬇️

Der Beitrag wurde nicht gesponsored. Meinung und Empfehlungen entstammen meiner persönlichen Überzeugung.


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