Kinorückblick #Juni

Langsam ist das filmische Sommerloch zu spüren. Gute Filme sind gerade rar. Jedoch konnte ich wieder meine Top5-Filme zusammenstellen. Die Auswahl diesmal war allerdings nicht so groß, denn im Juni konnte ich nur sechs Filme anschauen. Von Action bis Komödie ist alles dabei. Auch der Juli wird dünn besiedelt sein mit guten Filmen, aber darüber denken wir erst nächsten Monat nach. Hier folgt für euch nun meine Top 5 Filmhighlights vom Juni.


[Der nachfolgende Beitrag kann werbende Inhalte aufgrund von Namensnennung enthalten!]


Ocean’s 8

Kinostart: 21. Juni 2018 Ι Genre: Komödie / Krimi Ι FSK: 0

Danny Ocean (George Clooney) war ein Meisterdieb. Von 2002 bis 2007 regierte er auf der Kinoleinwand. In seinen drei Filmen Ocean’s Eleven, Oceans’s Twelve und Ocean’s Thirteen raubte er zusammen mit Brad Pitt und Matt Damon Casions aus. Nun kehrt seine Schwester auf die Leinwand zurück. Mit der Fortsetzung Ocean’s 8 wird’s mega weiblich. Debbie Ocean (Sandra Bullock), die Schwester von Danny, kehrt aus dem Knast ins normale Leben zurück. Doch von Normalität ist keine Rede. Debbie trommelt ein Team von Meisterdiebinnen zusammen, um einen Coup zu starten. Gemeinsam mit Lou Miller (Cate Blanchett), der Juwelierin Amita (Mindy Kaling), der Trickbetrügerin Constance (Awkwafina), der Hehler-Expertin Tammy (Sarah Paulson), der Hackerin Nine Ball (Rihanna) und der Modedesignerin Rose (Helena Bonham Carter) will Debbie den Hals der weltberühmten Schauspielerin Daphne Kluger (Anne Hathaway) bei der Met Gala bestehlen. Genauer gesagt geht es um eine wertvolle Halskette im Wert von 150 Millionen Dollar. Doch für Debbie geht es nicht nur ums Geld, sondern auch um Rache an einem miesen Galeriebesitzer, der sie in den Knast gebracht hat.

Ocean’s 8 kann sich in wenigen Worten zusammenfassen: hervorragender hochkarätiger Cast, erfrischender Wind auf Grund von viel Weiblichkeit, Action und Spannung pur alá Ocean’s-Manier, super Sandra Bullock (in OV soll sie sogar deutsch reden!) und ein glaubhaft durchgeführter Coup. Von meiner Seite gibt es nichts zu meckern – deshalb 10 von 10 Sterne! Für einen Mädelsabend die beste Wahl.

Quelle: youtube.de

Overboard

Kinostart: 14. Juni 2018 Ι Genre: Komödie Ι FSK: 0

Trailer

Kate (Anna Faris) ist alleinerziehende Mutter von drei Kindern. Um sich und ihre Töchter über Wasser zu halten, hat sie – neben ihrer Ausbildung zur Krankenschwester – mehrere Jobs. Bei einem ihrer Arbeiten gerät sie mit dem verwöhnten mexikanischen Erben Leonardo (Eugenio Derbez) aneinander, als sie dessen Luxusyacht nach einer ausschweifenden Party saubermachen soll. Leonardo behandelt Kate sehr mies und feuert sie wegen einer Nichtigkeit. Kate ist stinksauer, da Leonardo sie nicht bezahlen will. Doch dann fällt er von seiner Yacht ins Meer und verliert sein Gedächtnis. Kate sieht ihre Chance und er klärt ihm kurzerhand, er sei ihr Mann. Und so nutzt Kate Leonardo aus: er schmeißt den Haushalt und muss auch noch für sein Geld auf dem Bau arbeiten. Leo findet sich langsam in seiner neuen Existenz zurecht, doch seine reiche Familie ist bereits auf der Suche nach ihm…

Für mich ist „Overboard“ eine moderne, unterhaltsame und witzige Version von Pretty Woman. Die romantische Komödie verspricht kurzweilige Unterhaltung. Tiefgründigkeit und Figurenentwicklung gibt es nicht wirklich – nur die Figur des Leonardo macht einen leichten Wandel durch. Der Film ist ein Remake von „Overboard – Ein Goldfisch fällt ins Wasser“ mit Goldie Hawn als arrogante Millionenerbin und Kurt Russell als frechen, verschuldeten Handwerker aus dem Jahr 1988. Nur wurden beim Remake einfach mal die Rollen getauscht – statt einer Erbin gibt es einen Macho und statt frechen Handwerker eine liebenswert chaotische Mutter. Ich persönlich finde die Darstellung des Leonardo als eine Art Hommage an die sensible und moderne Männlichkeit – ja auch Männer können den Haushalt schmeißen und Kinder erziehen. Hauptdarsteller Eugenio Derbez wird nach dem ersten Drittel schnell Mittelpunkt der Story und zum Sympathieträger. Seine Figur mausert sich vom arroganten Macho zum liebenswerten Haus – und Ehemann. Er trägt die Geschichte zum Ende und liefert Humor, Tragik und viele Lacher bei. Dabei drängt leider die weibliche Rolle etwas in den Hintergrund, diese kann sich nicht wirklich entfalten. Außerdem gibt es ein paar Logiklücken und erst nach dem ersten Drittel nimmt der Film wirklich Fahrt auf, aber über das kann man getrost wegsehen. Von mir gibt es deshalb 9 von 10 Punkten!


Meine teuflisch gute Freundin

Kinostart: 28. Juni 2018 Ι Genre: Komödie, Fantasy Ι FSK: 6

Trailer

Lilith (Emma Bading) ist ein ganz normaler Teenager (?). Naja eine kleine Besonderheit gibt es doch: Sie ist die Tochter der Teufels (Samuel Finzi). Und die Hölle? Ist ein Hochhaus. Dort langweilt sie sich zu Tode und schließt so einen Pakt mit ihrem Vater. Sie hat eine Woche Zeit auf der Erde einen guten Menschen zum Bösen zu führen. Gelingt ihr dieses Vorhaben, darf sie auf der Erde bleiben. Scheitert sie, darf sie den Rest ihrer Lebens Akten abstauben. Dabei überschätzt der 14-Jährige Teenager sich gewaltig, denn ihr Vater hat die Person ausgesucht: die gleichaltrige Greta Birnstein (Janina Fautz). Problem Nr.1: Greta ist ein gutmütiger und absolut herzensguter Mensch. Problem Nr. 2: Lilith verliebt sich in ihren Mitschüler Samuel (Ludiwig Simon). Und verlieben ist bei Teufeln ein absolutes NO-GO. Kann das gut gehen?

Kinder- und Jugendfilme stehen oft vor der großen Herausforderung ihre Zielgruppe (8 – 15 J.) mit interessanten Stoffen anzusprechen – die meisten scheitern. Deshalb finde ich „Meine teuflisch gute Freundin“ so erfrischend. Im Kino fühlte ich mich mit meinen Mitte 20 mega alt, da der Durchschnitt 12-14 Jahre alt war – aber beide Parteien kamen auf ihre Kosten. Der Film mit seinen humorvollen bissigen Gags, einer tollen Besetzung, leicht überzeichneten, klischeehaften aber dennoch spannenden Figuren, hat auf voller Länge überzeugt. Die Spielfreudigkeit der Schauspieler*innen und der Drive der Erzählung (das Tempo wird durchweg gehalten und es gibt nie langatmige Szenen) machen die Komödie zu einem kurzweiligen Kinoerlebnis. Von mir gibt es 8 von 10 Sternen!


Goodbye Christopher Robin

Kinostart: 07. Juni 2018 Ι Genre: Biografie, Drama Ι FSK: 0

Stell dir vor dein Lieblingskinderbuch-Held wäre real? Geht nicht? Geht wohl! Zumindest im Falle Winnie Puuh. Sein Schöpfer A.A. Milne (Domhnall Gleeson) kehrt aus dem Ersten Weltkrieg zurück zu seiner Frau Daphne (Margot Robbie.) – sichtlich gebrandmarkt. Seine Frau bringt wenig später den Sohn Christopher Robin (Will Tilston) zur Welt. Von Begeisterung ist bei Daphne keine Spur – hätte sie doch lieber eine Tochter gehabt. In seiner kleinen Welt liebt es Christopher Robin, der von seinen Eltern nur Billy Moon genannt wird, mit seinen Stofftieren zu spielen. Unter denen gibt es auch einen Bär namens Edward der Bär, ein kleines Schweinchen, ein Tiger und einen Esel. Da Milne ihm oft Gesellschaft leistet, dauert es nicht lange, bis er für ein neues Buch inspiriert wird. Im Mittelpunkt: Christopher Robin und (für die Geschichte umbenannter) Winnie Puuh. Das Kinderbuch wird zu einem Meisterwerk und schon bald kennt jeder die Geschichten von Winnie dem Puuh Bären. Dass Ruhm auch seine Schattenseiten hat, merkt die kleine Familie sehr schnell…

Goodbye Christopher Robin ist eine faszinierende Geschichte mit einem ernsten Thema – die Schattenseiten von Ruhm und die Auswirkungen bei Kindern. Der Look des Films hat aber eher einen märchenhaften, warmen Wohlfühl-Touch. Selbst wenn es zum ernsten Teil geht bleibt es romantisiert. Die Figuren sind teilweise leider sehr eindimensional und unsympathisch – allen voran die Mutter (gespielt von Margot Robbie ). Sehr schön finde ich die (Traum-)Szene mit Christopher und seinem Vater im Wald (in Sachen spezielle Effekte): auf einer Fantasiereise fällt der Schnee plötzlich nach oben. Hervorragend ist der Christoper Robin-Darsteller Will Tilston. Mit seiner Darbietung spielt er alle an die Wand – gerade den Darsteller des A.A. Milne (Domhnall Gleeson), da dieser kaum eine Veränderung in seiner wehleidigen Mimik hat. Aufgrund von einige Makeln bekommt der Film von mir 7 von 10 Sternen!

Quelle: youtube.de

Die Wunderübung*

Kinostart: 28. Juni 2018 Ι Genre: Drama Ι FSK: 0

Trailer

Nach etlichen Ehejahren ist bei Joana (Aglaia Szyszkowitz) und Valentin (Devid Striesow) einfach die Luft raus. Und das obwohl es damals bei beiden Liebe auf den ersten Blick war. Damals waren sie ein Tauchpaar, haben sich blind vertraut, es war die perfekte Harmonie – unter Wasser. Und heute? Giften sich beide nur noch an. Bevor das Ehepaar aber eine Scheidung in Betracht zieht, probieren sie als letzten Ausweg eine Paartherapie. Doch so etwas wie dieses Paar hatte der Therapeut (Erwin Steinhauer) schon lange nicht mehr in seiner Praxis gehabt. Und auch er hat so seine Beziehungsprobleme.

Das witzige Kammerspiel „Die Wunderübung“ von Regisseur Michael Kreihsl ist die Adaption des gleichnamigen Theaterstücks und Buchbestsellers von Daniel Glattauer („Gut Gegen Nordwind“). Drei Schauspieler*innen in einem Raum und das 92 Minuten lang: bissige Dialoge, überraschende Wendungen und Twists, hervorragende Darsteller*innen und eine resignierte aber nicht ganz hoffnungslose Ehe bieten viel Raum für gute und kurzweilige Unterhaltung. „Die Wunderübung“ ist eine amüsante Komödie bei der nicht alles so läuft, wie man sich es denken könnte. An einigen Stellen fühlt der Zuschauer sich wie im Theater – aber das liegt nicht fern, da „Die Wunderübung“ ursprünglich auch fürs Theater gemacht wurde. Michael Kreihsl hat bereits Werke von Daniel Glattauer adaptiert, u.a. „Gut Gegen Nordwind“. Bevor das Kammerspiel auf die große Kinoleinwand kam, hat Kreihsl es für die Bühne in der Josefstadt umgesetzt.  Das witzige Kammerspiel ist eine runde Sache mit vielen Ecken und Kanten, muss aber nicht jeden Geschmack treffen – deshalb gibt es nur 7 von 10 Sternen.

* Zu dem Film „Die Wunderübung“ wird es noch eine separate Filmkritik (auf einer anderen Plattform) geben.


Filmstarts Juni

Natürlich gab es auch im JUNI weitere tolle Filme, die auf der großen Kinoleinwand liefen: Von diesen Filmen konnte ich leider nur noch JURASSIC WORLD 2 schauen. Alle anderen Filme wurden zur Vollständigkeit hier aufgelistet. Am Ende findet ihr meine To-Watch-Liste mit allen Filmen, die ich gerne im kommenden Monat noch schauen möchte bzw. später dann auf DVD.

07.06.2018

  • Swimming With Men
  • Jurassic World 2 – Das gefallen Königreich

14.06.2018

  • Das ist erst der Anfang!
  • Die brillante Mademoiselle Neïla
  • Hereditary – Das Vermächtnis
  • Papst Franziskus – Ein Mann seines Wortes
  • Vom Ende einer Geschichte

21.06.2018

  • Am Strand
  • Halaleluja – Iren sind menschlich!

28.06.2018

  • Love, Simon
  • Elias – Das kleine Rettungsboot

Und ganz zum Schluss wieder meine To-Watch-Liste vom Juni sowie ein Vorab für Juli. Trotz des filmischen Sommerlochs in dem wir uns gerade befinden, haben einige gute Filme ihren Kinostart. Besonders freue ich mich auf „Die Farbe des Horizonts“. Für den Blog von Cinestar werde ich außerdem eine Filmrezenssion zu „Mamma Mia 2“ schreiben. Ihr dürft also gespannt sein 🙂

    


Der Beitrag wurde nicht gesponsored. Meinung und Empfehlungen entstammen meiner persönlichen Überzeugung.

Advertisements

7 Kommentare zu „Kinorückblick #Juni

  1. Ocean’s 8 werde ich auf jeden Fall sehn, auf den habe ich schon gewartet. Darüber lief in den USA ständig die Werbung, als wir drüben waren, dass hat mich neugierig gemacht.
    Liebe Grüße
    Sigrid
    Liebe Grüße
    Sigrid

  2. Hey,

    du warst in sooo vielen Kinofilme? Wahnsinn… ich war das letzte mal vor 2 Jahren… Ich wollte eigentlich in Jurassic World 2 rein, aber die Zeit ust momentan echt Mangelware.

    Lg
    Steffi

    1. Ich hab mein Kinoabo, dehalb kann ich so viele Filme ansehen ;D Jurassic World 2 war nett – vor allem die Special Effekte. Hat mich aber nicht wirklich umgehauen.

  3. Dein Kinorückblick finde ich super. Ocean’s 8 möchte ich auch unbedingt sehen. Mir hat schon der Trailer super gut gefallen. Oftmals ist es ja so, dass der Trailer das Beste am Film ist. Scheint ja zum Glück hier nicht der Fall zu sein.

    Liebe Grüße,
    Mo

    1. In diesem Fall nimmt der Trailer nicht so viel dem Film vorweg. Ganz im Gegenteil: er macht ihn schmackhaft. Der Film hält, was der Trailer verspricht 🙂

  4. ja ich kann auch nur zugeben, dass man so ein Sommerloch merkt … da ich bisher aber nicht zo viel Zeit hatte ins Kino zu gehen (Uni sei Dank! 😉 ) warten nun dennoch ein paar Filme auf mich! auf Ocean’s 8 freue ich mich noch riesig!!!

    danke für die tolle Zusammenfassung 🙂
    liebste Grüße auch,
    ❤ Tina von liebewasist.com
    Liebe was ist auf Instagram

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.