Kinorückblick #April

Wie schnell doch der April herum war – es folgt nun mein vierter Rückblick in 2018. Der Monat war geprägt von Dramen, oftmals nach wahren Begebenheiten. „Stronger“ und „Solange ich atme“ sind in dieser Hinsicht meine Highlights. Aber auch Action und Komödie waren wieder vertreten. Welche fünf Filme es in meine April-Highlights geschafft haben, verrate ich euch in meinem Kinorückblick. Viel Spaß beim Lesen und natürlich beim Filme schauen.


1.) Solange ich atme (Orig. „Breathe“)

Kinostart: 19. April 2018

…ist mehr als nur eine Liebesgeschichte. Es ist eine Geschichte über Mut, Hoffnung, Willensstärke und (natürlich auch ) Liebe. In dem Film geht es um mehr, als nur um den an Polio erkrankten Robin. Inspiriert ist die Story an der Geschichte von Robin Cavendish – er war der erste Polio-Patient, der es geschafft hat über 20 Jahre lang mit einem Langzeit-Beatmungsgerät zu (über-)leben.

Solange ich atme“ ist ein berührendes, bewegendes Biopic über ein Paar, dass den Kampf gegen eine schlimme Krankheit mit Bravour meistert. Sie haben den Mut nach vorne zu schauen, auch wenn es kein Zurück mehr gibt. Ihre Willenskraft zu kämpfen ist stark, obwohl so gut wie jeder sie aufgegeben hat. Sie fallen die schwere Entscheidung zu bleiben, obwohl man gehen könnte. Sie haben die Liebe zu ihren Nächsten, die stärker ist, als alles andere. Und die Hoffnung, die bekanntlich immer zuletzt geht. Für mich ist das Drama – dank seiner Tiefgründigkeit und der wunderbaren schauspielerischen Leistung – einer der besten Filme des Jahres. Die Charaktere werden mit Tiefe skizziert und Herzblut porträtiert. Andrew Garfield als Robin Cavendish und Claire Foy, als dessen Ehefrau, geben ein wunderbares Leinwandpaar, welches buchstäblich durch gute und durch schlechtere Zeiten gehen kann.

Meine vollständige Filmkritik könnt ihr auf dem Blog von cinestar.de/blog nachlesen Blogbuster: Solange ich atme

Quelle: youtube.de

2.) Stronger  (Trailer)

Kinostart: 19. April 2018

Boston 2013. Der traditionelle Marathon endet in einer Katastrophe. In der Zielgeraden gehen zwei selbst gebastelte Bomben hoch. Mitten drin: Jeff Bauman (Jake Gyllenhaal). Eigentlich wollte er nur seine On-Off-Freundin Erin (Tatiana Maslany), die am Marathon teilnimmt, anfeuern. Doch dann geht ein Sprengsatz in seiner unmittelbaren Nähe hoch. Jeff überlebt, verliert aber beide Beine. Zurück im Leben wird er zum unfreiwilligen Helden gemacht. Rückhalt bekommt er von seiner Familie und Erin – vor allem aber Jeff’s Mutter schießt gerne über die Ziellinie hinaus. Von Normalität kann keine Rede sein. Wie findet man nach so einer Tragödie ins Leben zurück? Wie schafft man(n) es, dass Verlust, Schmerz und Selbstmitleid einen nicht auffressen?

Stronger“ ist ein bewegendes Biopic von Regisseur David Gordon Green. Der Film kann als Gegenstück – oder besser – als Ergänzung zu Peter Berg’s „Boston“ mit Mark Wahlberg gesehen werden. Die Thematik ist die gleiche, nur wählen die Regisseure eine jeweils andere Perspektive auf das katastrophale Ereignis. Green entscheidet sich für eine intimere Sicht auf den Anschlag und zeichnet das Portrait eines der Opfer. Zusammen mit Jake Gyllenhaal und Tatiana Maslany schafft Green ein berührendes, vom Schicksal gezeichnetes Drama, dass keine großartigen Effekte benötigt. Dafür aber auf viele Emotionen setzt.

In der nächsten Zeit wird es hier auf dem Blog noch eine ausführlichere Kritik zum Film geben.


3.) Das etruskische Lächeln

Kinostart: 12. April 2018

Bild: Filmstarts.de

Rory MacNail (Brian Cox) ist ein vereinsamter und teilweise etwas mürrischer älterer Herr aus Schottland. Zu seinem Sohn hat er kaum noch Kontakt. Er hat immer den gleichen Tagesablauf – etwas Schönes erwartet er nicht mehr in seinem Leben. Er erkrankt und muss zur Behandlung nach Amerika (San Francisco). Er zieht zu seinem entfremdeten Sohn Ian (JJ Field), deren Ehefrau Emily (Thora Birch) und dem kleinen Jamie. Sich anzupassen fällt dem alten Rory sichtlich schwer – Ärger ist da vorprogrammiert. Bei einem Ausflug mit seinem Enkel lernt Rory die bezaubernde Museumskuratorin Claudia (Rosanna Arquette) kennen. Rory glaubt seit der Begegnung an ein besseres Leben, einen Neuanfang mit seinem Sohn und Enkel – und das obwohl ihm die Zeit weg rennt…

Die Tragikomödie ist sehr berührend und mit Tiefgang. Sie basiert auf dem gleichnamigen Roman von José Luis Sampedro. Auch wenn der Generationenkonflikt im Film einigen Klischees ausgesetzt ist, so ist doch die Thematik mit Feingefühl behandelt worden. Der Titel des Film zielt auf antike Tonstatuen von Verstorbenen hin, die zum Zeitpunkt ihres Todes ein Lächeln auf den Lippen trugen. So kann man sich das Ende von Rory schon ein wenig denken. Dennoch finde ich die Darbietung von Brian Cox sehr bewegend – die Fehde mit dem Erzfeind seiner Figur bringt den Humor ins Spiel, die Beziehung zu Claudia den Charme. Und so spielt er zwar einen grummeligen alten Herrn in den letzten Zügen seines Lebens, aber mit sehr viel Sensibilität, Humor und Liebe. Produzent war Arhtur Cohn. Regie führten Oded Binnun und Mihal Brezis.


4.) Der Sex Pakt (Trailer)

Kinostart: 12. April 2018

Es ist ihr letzter Abend auf der Highschool: Julie (Kathryn Newton), Kayla (Geraldine Viswanathan) und Sam (Gideon Adlon), die seit ihrer Kindheit Freundinnen sind, wollen in der Nacht des Abschlussballs ihre Jungfräulichkeit verlieren. Doch dabei haben sie nicht mit ihren Eltern gerechnet. Durch einen unglücklichen Zustand erfährt Julies Mutter Lisa (Leslie Mann) von dem Pakt. Zusammen mit Kaylas Papa Mitchell (John Cena) und Sams komischen Vater Hunter (Ike Barinholtz), wollen sie verhindern, dass ihre Töchter einen mächtigen Fehler begehen – in einer sehr schlecht geplanten Aktion wollen sie ihre Kinder „retten“. Verfolgungsfahrten mit dem Auto und Biertrinken durch den Popo: dieses tief besorgte, übervorsichtige Trio hinterlässt nur Chaos.

Die Komödie ist super witzig und auch irgendwie charmant. Zwar gehen viele Gags eindeutig unter die Gürtellinie und sind ziemlich schlüpfrig – aber eben auch total humorvoll rüber gebracht. Von Tiefgründigkeit ist hier allerdings keine Spur – kratzen doch die Charaktere eher an der Oberfläche und sind flach gehalten. Jedoch kommt auch die Emotionalität (Versöhnungsversuche) nicht zu kurz. Kurzum: Der Film von Regiedebütantin Kay Cannon ist perfekte leichte Unterhaltung. Sie treibt den Eltern-Teenager-Konflikt auf amüsante Weise zur Spitze – grobe und flache Gags gehören dazu. Dabei sollte man die Figuren aber nicht immer allzu ernst nehmen.


5.) The 15:17 To Paris

Kinostart: 19. April 2018

Anthony Sadler, Alek Skarlatos und Spencer Stone (die sich im Erwachsenenalter selbst spielen) reisen durch Europa. Am 21. August 2015 sitzen sie im Thalys-Zug Nr. 9364 von Amsterdam über Brüssel nach Paris. Am Anfang ihrer Reise ahnen die drei jungen Amerikaner noch nicht, dass sie in diesem Zug einen Terroranschlag verhindern werden. Durch ihren Mut retten sie 500 Menschen das Leben. Wer sind diese drei Helden? Wie sah ihre Kindheit aus? Der Film beleuchtet nicht nur das tragische Ereignis im Zug, sondern zeigt wer diese Männer sind. Ohne das starke Band der Freundschaft wäre wohl dieser Tag im Zug ganz anderes verlaufen.

Clint Eastwood führte Regie und zeichnet ein faszinierende Portrait der drei Männer – angefangen bei ihrem ersten Kennenlernen in der Schule. Die letzten 20 Minuten wechselt das Biopic zum spannenden Thriller. Die Darbietung der drei Männer – ohne jegliche Schauspielerfahrungen – wirkt dabei immer echt. Eine faszinierende Geschichte über ein schreckliches Ereignis bei dem aus normalen jungen Männern Helden wurden.

Quelle: youtube.de

Natürlich gab es auch im April weitere tolle Filme, die auf der großen Kinoleinwand liefen, wie beispielsweise:

Das Mädchen aus dem Norden (05.04) -1930: Ein 14-jähriges Mädchen aus dem indigenen Volk der Samen versucht in Lappland ihren Traum zu verwirklichen und muss dabei gegen Vorurteile und Ausgrenzung kämpfen.

Gringo (05.04) – Actionkomödie über einen bodenständigen Mann (David Oyelowo), der – dank seines Bosses – in Mexiko in kriminelle Machenschaften gerät. Chaos steht dabei auf der Tagesordnung.

Das Zeiträtsel (05.04) – Fantasyfilm über ein Mädchen, dass ihren verschwundenen Vater sucht und dabei ein magisches Rätsel lösen muss.

Ready Player One (05.04) – 2045: die Erde ist heruntergekommen. Das Leben spielt sich zum Großteil nur noch in der virtuellen OASIS ab.

Spielmacher (12.04) – Ein Film über geplatzte Profifußball-Träume und illegalen Geschäften.

Steig.Nicht.Aus! (12.04) – Thriller mit Wotan Wilke Möhring als Berliner Bauunternehmer Karl Brendt, der von einer unbekannten Nummer angerufen und erpresst wird.

3 Tage in Quiberon (12.04) – Biopic über Romy Schneider (Marie Bäumer) im Jahr 1981 und ihren drei Tagen Auszeit in dem bretonischen Kurort Quiberon.

Lady Bird (19.04) – Drama über Christine McPherson (Saoirse Ronan), die sich selbst „Lady Bird“ nennt: Coming-of-Age-Story einer Teenagerin, dem Konflik mit ihrer Mutter und dem schweren Weg zur Selbstfindung.

The Avangers: Infinity War (26.04) – Die Superhelden aus dem Marvel-Universum versammeln sich erneut und versuchen die Welt vor Gefahren zu retten – diesmal müsse sie aber auch an sich denken.

Early Man – Steinzeit bereit (26.04) – Knetanimation über einen Steinzeitmenschen, Fußball und dem Finalenkampf der Steinzeit gegen die Bronzezeit.

A Beautiful Day (26.04) – Ein Kriegsveteran und Ex-FBI-Agent (Joaquin Phoenix) befreit ein kleines Mädchen aus den Klauen von Menschenschiebern.

Warum Siegfried Teitelbaum sterben musste (26.04) – Krimikomödie mit Doppeltenboden und  einem Profikiller (Maik van Epple), der den Auftrag erhält, den schon lange gesuchten Gangsterboss Siegfried Teitelbaum (Michael Mendl) auszuschalten.

Madame Aurora und der Duft von Frühling (26.04) -Komödie/Drama aus Frankreich über Aurore (Agnès Jaoui) und ihre Entscheidung eines Neuanfangs.

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17 Kommentare zu „Kinorückblick #April

  1. Leider gibt es für mich fast gar keine Filme mehr die mich reizen zu schauen 😦 Und ins Kino gehe ich auch schon seit Jahren nicht mehr weil ich es mittlerweile als extrem teuer empfinde 😦
    Die wenigen Filme die ich noch schauen mag, kaufe ich mir direkt auf DVD und genieße sie dann in Ruhe zu Hause (auch mit Popcorn).
    Schade eigentlich, früher bin ich extrem gerne ins Kino gegangen, habe aber auch das Gefühl, dass es keine ordentlichen Filme mehr gibt.

  2. Sex Pakt wollte ich auch unbedingt noch sehen, nur leider bin ich noch nicht dazu gekommen. Auch der neue Marvel Film würde mich sehr interessieren 🙂

    1. „Sex Pakt“ ist super lustig und sehr leichte Unterhaltung für Zwischendurch. Den Marvel Film konnte ich bis jetzt auch nicht sehen (sonst wäre er wohl in meinen Top5 gelandet). „Lady Bird“ kann ich auch empfehlen – hätte ich auch gerne mit in die Top5 genommen, aber dann wäre es ja eine Top6 geworden 😀

  3. Ich bin ein riesengroßer Kino-Fan und gehe mindestens alle 2 Wochen ins Kino! Von deinen vorgestellten Filme stehen schon „Solange ich atme“ und „Stronger“ auf meinen Programm. Vor allem auf den letzten Film bin ich schon sehr gespannt. Mal schauen was ich mir sonst noch alles anschaue.

    Danke für deine Übersicht!

    Sonnige Grüße
    Verena

    1. Bei den beiden Filmen die Taschentücher nicht vergessen – besonders bei „Solange ich atme“ sind diese notwendig. Ein wenig Pipi in den Augen ist nicht ausschließbar 😀

  4. Danke für den tollen Rückblick. Den Film solang ich atme, muss ich mir unbedingt anschauen.
    Ich wünsche dir einen schönen Feiertag.

    LG Jasmin

    1. ‚Solange ich atme‘ ist wirklich einer meiner Lieblingsfilme in 2018. Du solltest dir übrigens viele Taschentücher einpacken. Mir kamen irgenwann die Tränen – so berührend ist die Story ( und ich weine selten im Kino :D)

    1. Ich geb mein bestest mit dem Kinorückblick.
      Alle Filme kann ich natürlich nicht ansehen- dazu fehlt mir schir die Zeit. Jedoch habe ich die Filme, die in meiner Top5 landen IMMER angesehen. Es freut mich also, wenn ich dir ein wenig Motivation für’s Kino geben konnte geben konnte 🙂

    1. Den Avangers schaue ich mir bald an – deshalb ist er nicht in meine Top5 gerückt ( weil ich ihn leider noch nicht gesehen habe)… Aber Benedict Cumberbatch spielt mit, mal sehen wie der Film wird. Warum warst du irritiert?
      LG Sophia

  5. Der Film der mich am meisten interessiert ist auf jeden Fall der von marvel. Ich freue mich sowieso über dieses Jahr, was so an Filme erscheint. Es fing an mit Tomb Raider, dann kommt bald deadpool 2 und zum Schluss, die neue Verfilmung vom Buch von Sebastian Fitzek. 🙂
    Liebe Grüße

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