Kinorückblick #März


Wie immer gibt es am Ende eines jeden Monats meinen Kinorückblick. Der März war geprägt von viel Action, Drama und Komödie. Mein absolutes Highlight war das Bibelepos über Maria Magdalena mit Rooney Mara in der Titelrolle. Unter den Komödien kann ich Game Night weiter empfehlen. Welche drei anderen Filme es noch in meine März -Top -Five geschafft haben, lest ihr in diesem Beitrag.


1. MARIA MAGDALENA

Kinostart: 15. März 2018

Der Film zeigt die letzten Tage von Jesus Christus vor seiner Kreuzigung. Das Besondere: es zeigt die Sicht von Maria Magdalena. Maria lebt in einem kleinen Fischerdorf als Geburtshilfe. Ihr Vater will sie verheiraten, doch Maria sträubt sich. Sie will dieses Leben nicht. Eines Tages trifft sie auf den Heiler Jesus of Nazareth und beschließt sich seiner Bewegung anzuschließen. Sie wird Jesus einzige Jüngerin und begibt sich mit ihm und seinen Jüngern auf eine spirituelle Reise. Das Ende (& auch der Anfang) dieser langen Reise beginnt mit dem Schicksal von Jesus Christus. Das Historiendrama skizziert ein Portrait dieser starken, mutigen Frau, die ihren eigenen Weg gehen will und ihrer Bestimmung folgt – Jesus Christus. Das Bibelepos versucht das bisherige (negative) Bild dieser faszinierenden Frau zu revidieren. Das Drama braucht kein großes TamTam, besitzt aber dennoch eine künstlerisch großartige Ausstrahlungskraft. „Maria Magdalena“ ist atmosphärisch, bewegend, berührend, „still“ und aussagekräftig. Stark mit einer tiefen Massage. Im Vergleich zu anderen Bibelstreifen aus Hollywood, setzt der Film nicht auf großartige visuelle Effekte (wie z.B bei „Noah“). Getragen wird der Film durch seine Darsteller. Rooney Mara als Maria Magdalena und Joaquin Phoenix als Jesus harmonieren in ihrem Zusammenspiel. Alleine: hervorragend. Zusammen: unschlagbar. Obwohl man das Ende eigentlich schon weiß, zieht der Film einen trotzdem in seinen Bann. Dieser Film glänzt in jedem Bereich: Darsteller. Kamera. Schnitt. Ausstattung. Kostüm. Setting. Drehbuch – hier stimmt einfach alles.

Maria Magdalena ist mein Top- Filmhighlight im März.

(Quelle: youtube.de/ Kinocheck)


2. Molly’s Game – Alles auf eine Karte

Kinostart: 08. März 2018

Eine Prinzessin hätte wohl kaum geschafft, was ich geschafft habe.“ Die junge Molly Bloom (Jessica Chastain) ist die US-Olympiahoffnung im Skifahren, doch nach einer schweren Verletzung muss sie ihre Karriere beenden, bevor diese überhaupt angefangen hat. Auch das beabsichtigte Jurastudium legt sie auf Eis. In Los Angeles gerät sie über einen Aushilfsjob in ersten Kontakt mit der Underground-Pokerszene Hollywoods. Durch ihre Intelligenz und ihre Disziplin schafft Molly es, das weltweit exklusivste und riskanteste Pokerturnier für die Reichen, Schönen und Mächtigen Hollywoods zu organisieren. 8 Jahre in Los Angeles. 2 Jahre in New York. Doch eines Tages steht das FBI vor ihrer Tür. Molly wird unter Anklage gestellt. Charlie Jaffey (Idris Elba), ihr Anwalt, wird zu ihrem einzigen Verbündeten im Kampf um ihre Unschuld. Doch warum will Molly die Namen ihrer prominenten Kunden nicht preisgeben? Wusste sie von der russischen Mafia an ihrem Spieltisch? Welches Spiel spielt die charismatische, weibliche Version vom ‚Wolf of Wallstreet‘ wirklich? Mit „Molly’s Game – Alles auf eine Karte“ gibt der bekannte Bühnen – und Drehbuchautor Aaron Sorkin sein Regiedebüt. Der Film ist inspiriert durch die wahre Geschichte der Molly Bloom. Bloom veröffentlichte 2014 ihre Memoiren, in denen sie über die spektakulären Pokerrunden in Hollywood schreibt, aber mit ihrer Verhaftung durch das FBI endet. Der Film setzt dort an, wo Bloom in ihrem Buch Lücken gelassen hat und geht der Frage nach: Wer ist Molly Bloom wirklich? Darsteller und Regisseur schaffen es, einen spannenden, beeindruckenden und dynamischen Film mit emotional tiefgründigen Figuren auf die Leinwand zu bringen. Die moralischen Vorstellungen und der Entwicklungsprozess Molly Blooms, sowie die Beziehung zwischen ihr und ihrem Anwalt bilden das Herz der Story. Das Drama zeichnet sich weiterhin durch seine bissigen Dialoge, dem interessanten visuellen Design und den erzählerisch überraschenden Wendungen aus. Der Film ist keine 1:1 Adaption seiner literarischen Vorlage, sondern zeigt den Blick des Drehbuchautors auf die Lebensgeschichte der Molly Bloom. „Molly’s Game – Alles auf eine Karte“ ist im weitesten Sinne eine Metapher vom Gewinnen und Verlieren. Von Verlust und Hoffnung. Entweder alles oder eben nichts.

Meine ausführliche Kritik zu Molly’s Game könnt ihr auf Berliner Filmfestivals nachlesen. Hier geht es zu meiner Kritik All in – Alles oder nichts


3. Vor uns das Meer

Kinostart: 29. März 2018

England 1968. Der Geschäftsmann und Hobbysegler Donald Crowhurst (Colin Firth) hat sein einfaches Leben satt. Er will Abenteuer erleben und meldet sich kurzer Hand beim ‚Sunday Times Golden Globe Rennen‘ an. Er will der schnellste Mensch werden, der alleine und ohne Zwischenhalt einmal um die Welt segelt. Von dem erhofften Preisgeld, möchte er seine Firma retten und seiner Frau und den gemeinsamen Kindern ein besseres Leben bieten. Mit seinem unfertigen und selbstkonstruierten Boot startet er als Letzter ins Rennen. Auf hoher See aber wird sein Mut und sein Kampfgeist mehr als einmal auf die Probe gestellt wird. Vor uns das Meer“ basiert auf der wahren, aber der breiten Masse eher unbekannten, Geschichte des Donald Crowhurst. Inszeniert wird die erstaunliche Story von Regisseur James Marsh, der bereits 2014 mit „Die Entdeckung der Unendlichkeit“ ein faszinierendes Biopic auf die Leinwand brachte. Marsh‘ setzte bei seiner Filmauswahl den Fokus meist auf reale Geschichten, die bewegen, erstaunen und den Atmen rauben. Mit „Vor uns das Meer“ bleibt Marsh seiner Linie treu und schafft ein stilles, tiefgründiges Drama mit unerwarteten Abgründen und vielen Emotionen. Donalds Geschichte ist gefüllt von Träumen und dessen großes Scheitern. Mit dramatischen Tiefgang und Abgründen skizziert „Vor uns das Meer“ mal kein Happy End alá Hollywood. Im Gegenteil: es zeigt eine ungeschminkte, emotionsgeladene Wahrheit vom Versuch außergewöhnliche Dinge zu tun. Ein starkes Drehbuch mit einer fesselnden Geschichte, die Musik von Jóhann Jóhannsson und die hervorragende Glanzleistung von Colin Firth, machen den Film zu einer Perle unter den diesjährigen Filmveröffentlichungen.

Eine ausführliche Kritik gibt auf Berliner Filmfestivals zu Lesen. Hier geht es zu Held sein

(Quelle: youtube.de/Kinocheck)


4. Game Night

Kinostart: 01.März 2018

Eine Spieleabend der etwas anderen Art. Annie (Rachel McAdams) und Max (Jason Bateman) laden regelmäßig ihre Freunde zum Spieleabend ein. Einer dieser Abende wird jedoch von Max‘ Bruder Brooks (Kyle Chandler) organisiert. Dieser hat eine ganz besondere Überraschung: Die Gäste sollen ein Entführungsfall aufklären – falsche Gangster und FBI-Agenten inklusive. Doch ist wirklich alles nur ein Spiel? Aus dem harmlos inszenierten Spiel, wird schnell blutiger Ernst…Die Leidenschaft für Gesellschaftsspiele in der ersten halben Stunde des Films wandelt sich schnell in eine Action-Komödie mit einigen Klischees. Der Film hat lustige und witzige Momente wie z.B Annie versucht eine Kugel aus Max‘ Arm zu pulen oder alle versuchen ein startendes Flugzeug zu stoppen. „Game Night“ garantiert leichte Unterhaltungen mit viel Spaß beim Ansehen. Wendungen mit doppelten Boden und zwielichtigen Nachbarn machen die Komödie zu einem amüsanten Filmerlebnis.


Tomb Raider

Kinostart: 15. März 2018

Videogame goes Hollywood. Lara Croft ist zurück auf der großen Leinwand. Nachdem Angelina Jolie 2001 und 2003 die Actionheldin verkörperte, tritt nun Alicia Vikander in ihre Fußstapfen. Richard Croft, ein erfolgreicher Unternehmer, wird seit sieben Jahren vermisst. Seine Tochter Lara, die als Fahrradkurier ihr Geld verdient, begibt sich auf eine gefährliche Reise, um herauszufinden was mit ihrem Vater passiert ist. Rennen. Springen. Kämpfen. Alicia Vikander wird zur neuen Heldin in einem atemlosen Action-Abenteuer. Der Film ist zwar ein Reboot, sollte aber nicht als Fortsetzung der beiden Vorgängerfilme gesehen werden. Spannende Unterhaltung bis zur letzten Minute. Das 3D hätte man sich allerdings sparen können.


Natürlich gab es auch im März weitere tolle Filme, die auf der großen Kinoleinwand liefen, wie beispielsweise:

  • Call me by your Name (Start: o1.o3) – sinnliches Coming-of-Age-Drama über eine Achterbahnfahrt der Gefühle bei der ersten großen Liebe.
  • Red Sparrow (Start:o1.o3)Thriller mit Jennifer Lawrence in der Titelrolle. Eine russische Agentin verliebt sich in einen amerikanischen Spion.
  • Das schweigende Klassenzimmer (Start: o1.o3) – DDR 1956: Eine Schweigeminute für ihre ungarischen Genossen wird für eine ganze Klasse zum Spießrutenlauf und machen sie zum Staatsfeind der DDR.
  • Vielmachglas (Start:o8.o3) – Nach einem tragischen Zwischenfall in der Familie, begibt sich eine junge Frau ( Jella Haase) auf einen Roadtrip, der ihr Leben mächtig auf den Kopf stellt.
  • Unsere Erde 2 (Start:15.o3) – Dokumentarfilm über die Schönheit der Tier – und Naturwelt.
  • Der Hauptmann (Start:15.o3) – Kriegsfilm über die Abgründe von Macht.
  • I,Tonya (Start: 22.o3): Drama über die umstrittene Eiskunstläuferin Tonya Harding. Nach wahren Begebenheiten.
  • Midnight sun – alles für dich (Start: 22.o3) – Teene-Romanze über Katie, die kein Licht verträgt. Sie verliebt sich in Charlie und beginnt eine Romanze mit ihm bei Nacht.
  • Peter Hase (Start: 22.o3) – Beatrix Potters kleiner Zeichenheld erwacht auf der Leinwand zum Leben & legt sich mit den Stadtmenschen an.
  • Verpiss dich, Schneewittchen (Start: 29.o3) – Bülent Ceylan in seinem Kinodebüt als Sammy, der unbedingt Rockstar werden will.
Advertisements

3 Kommentare zu „Kinorückblick #März

  1. Guten Morgen!

    Mein Highlight im März war tatsächlich Peter Hase, hatte ich auch draüber berichtet. Eine wirklich zauberhafte Romanadaption!

    Hab einen schönen Tag!

    Liebe Grüße, Verena

    1. Ich fande den Film auch sehr sehr schön gemacht. Fasziniert haben mich die Special Effekte – sprich die Hasen, die sehr sehr echt aussahen (soweit dies bei einer Animation geht). Ich kannte Peter Hase schon durch einen anderen Film, in dem es um seine Schöpferin geht: Beatrix Potter. Der Film heißt: „Die zauberhafte Welt der Beatrix Potter“. Ist übrigns auch sehr empfehlenswert.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.