Serien-Mittwoch #5: Being Human


Im heutigen Serien-Mittwoch möchte ich euch die britische Serie BEING HUMAN (2008) vorstellen. Es soll bewusst nur um die britische Version gehen. 2011 gab es noch einen amerikanischen Ableger, der hier allerdings ausgeklammert werden soll. In Being Human geht es um eine Wohngemeinschaft der etwas anderen Art in der englischen Kleinstadt Bristol. Die Bewohner: ein Geist, ein Werwolf und ein Vampir.


Being Human

von Toby Whithouse

(Quelle: youtube.de)

Death isn’t the end. But the beginning. – Annie

Darum geht es:

Annie Sawyer ist schon recht erstaunt als zwei unbekannte Männer in ihr Haus einziehen. Annie versucht schon seit Monaten, die Mieter ihres Hauses loszuwerden. Das Besondere an ihr: sie ist ein Geist & keiner kann sie sehen. Keiner, bis auf die beiden Männer: George Sands und John Mitchell. Und auch die beiden sind besonders, denn George ist ein Werwolf und John, nur „Mitchell“ genannt, ist ein Vampir. Alle drei versuchen, in ihrer Supernatural WG ein normales, menschliches Leben zu führen. Die Angst dabei erkannt zu werden oder im Falle von Mitchell, sich nicht mehr unter Kontrolle zu haben, sind ihre ständigen Begleiter.

Während Annie zu Hause bleibt, gehen Michell und George tagsüber im Krankenhaus arbeiten. Beide lehnen ihr Wesen ab. George versucht sich nicht im Haus zu verwandeln und Mitchell plagen die Schuldgefühle, aber er versucht Nüchtern zu bleiben – was nicht immer so gelingt, wie er es sich vorstellt. Annie ist durch einen Treppensturz zum Geist geworden, kann sich aber nicht mehr daran erinnern, wieso und warum sie noch auf der Erde ist. Zusammen suchen Annie, Mitchell und George nach Annie’s unfinished Business. In Staffel 2 stößt noch der Mensch Nina hinzu. Sie arbeitet in dem selben Krankenhaus wie George und Mitchell. George und Nina verlieben sich. Durch ein Versehen wird Nina ebenfalls zum Werwolf.

Auf Grund bestimmter Ereignisse, findet nach Staffel 2 ein Umzug von Bristol nach Barry Island in South Wales statt. Die Alt-Konstellation Annie – George – Mitchell – Nina besteht in dieser Art nur bis zum Ende der dritten Staffel. Staffel 4 ist geprägt von einem Figurenaustausch: neue Figuren kommen, alte scheiden aus und/oder bleiben existent. Erst in Staffel fünf gibt es eine komplette Neu-Konstellation (Alex – Hal – Tom).

Ich persönlich habe nur die ersten drei Staffeln geschaut, weil mein Lieblingsdarsteller am Ende der dritten Staffel aussteigt. Für mich war dies ein Grund nicht weiter zuschauen. Außerdem geht der Spirit und das Flair von Being Human ab Staffel 4 irgendwie flöten. Die Serie gibt es nicht in deutscher Synchronfassung, weswegen ich alle drei Staffeln in der OV gesehen habe.

So here we are. Overlooked and forgotten. Unnatural and… supernatural. – Annie

Die Bewohner der WG

John Mitchell

gespielt von Aidan Turner

  • wurde 1893 in Irland geboren
  • Verwandlung: 1917 während des 1.WK durch Herrick
  • ersten vier Wochen nach der Verwandlung versuchte er auf Blut zu verzichten
  • mehrere Jahre zusammen mit seinem Schöpfer im Blutrausch gelebt
  • ab 1969 erneut Versuch auf Blut zu verzichten – dank einer Liebesbeziehung mit Josie (Mensch)
  • seit 1970er Jahre Blutdurst unter Kontrolle, gelingt mal mehr mal weniger gut; durch Blut trinken können Vampire ihre schlechten Gefühle vergessen

George Sands

gespielt von Russell Tovey

  • wurde 1985 geboren
  • Verwandlung: 2007 durch einen Werwolf mit dem Werwolf-Fluch infiziert
  • wollte Medizin studieren; hatte ein Verlobte, die er aber nach der Infizierung verlassen hatte; seine Eltern & seine Verlobte halten ihn für Tod

Annie Sawyer

gespielt von Lenora Crichlow

  • wurde 1985 geboren
  • mit 22 Jahren gestorben und in Geist verwandelt
  • zusammen mit ihrem Verlobten Owen hatte Annie das Haus gekauft, indem jetzt die WG lebt
  • sie ist durch einen Treppensturz gestorben
  • ein Jahr lang hat Annie die Mieter, die einziehen wollten verscheucht, um alleine zu sein.

Sehen oder nicht sehen?

Being Human gehört zu meinen Top Ten Serien. Die Dramaserie handelt von drei Mittzwanzigern, die eine WG gründen – eigentlich nichts Außergewöhnliches. Doch das Besondere ist das Übernatürliche. Ein Vampir, ein Werwolf und ein Geist müssen sich in der modernen, komplizierten Gesellschaft zurecht finden und überleben. Erfrischend ist, dass die drei mit ihrer supernaturalen Kraft mal nicht die Welt retten wollen, sondern nur sich selbst. Besonders spannend finde ich die Flashbacks zu Mitchells Leben, die während der drei Staffeln immer wieder dazwischen geschnitten werden. Jeder der drei Figuren wird mit seinen Problemen und Aufgaben einzeln beleuchtet. Die Serie verfolgt eine stringente geradlinige Erzählstruktur. Ab und an gibt es Flashbacks, die die Geschichten von Annie, George und Mitchell vervollständigen, aber nie aus der Bahn werfen.

Gut ist, dass es nicht zu viele (Haupt-)Charakter in der Serie gibt, der Fokus liegt alleine auf den drei später vier Bewohnern der WG. Faszinierend finde ich, wie das Publikum mitgenommen wird in Szenen wie z.B der Verwandlung von George im Wohnzimmer oder dem Blutrausch von Mitchell im Hotelzimmer. Der Zuschauer wird quasi teil der WG.

Die Serie ist witzig, spannend und originell erzählt. Der Kitschfaktor hält sich in Grenzen. Being Human ist eine Mischung aus Drama, Horror und Fantasy. Die visuellen Effekte bzw. die Maske bei George ist super. Für mich persönlich hört sie schon nach Staffel 3 auf. Ab da ist es eher das Ausschlachten der Geldkuh, die in den Vordergrund rückt. Staffel 1- 3 besitzen einen ganz eigenen Charme und Flair, der alles andere als Mainstream ist. George ist unglaublich witzig und tollpatschig. Mitchell ein ziemlicher attraktiver Vampir und Annie unglaublich sympathisch und versucht Routine beizubehalten, damit sie sich normal fühlt. (In) Diese WG sollte man (sich) unbedingt (r)einziehen.

Kleiner Tipp: Being Human (UK) ist die originale Version und meiner Meinung nach besser als der amerikanische Ableger, der nicht mehr wirklich viel mit seinem britischen Vorgänger zu tun hat.

Bewertung:

    von  5


Facts about
Produktionsland UK
Erscheinungsjahr 2008 – 2013
Regie div.
Idee/ Drehbuch Toby Whithouse
Folgen 37 Folgen innerhalb von 5 Staffel
Länge der Folgen ca. 60 Minuten
FSK  12
Produktion Matthew Bouch // Touchpaper Television
Musik Richard Wells
Erstausstrahlung 18. Februar 2008 auf BBC Three
Darsteller*Innen
  • Lenora Crichlow
  • Russell Tovey
  • Aidan Turner
  • Sinead Keenan
  • Michael Socha
  • Damien Molony
  • Kate Bracken
  • Steven Robertson

Neben Being Human gab es noch die Spin-off- Serie Becoming Human von 2010, sowie einen Being Human Blog. Ab 2011 wurde ein Remake für Amerika gedreht.  Und zum Abschluss ist hier noch die offizielle Webseite (von BBC) der Serie –> http://www.bbc.co.uk/programmes/b00hqlc4

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5 Kommentare zu „Serien-Mittwoch #5: Being Human

  1. Kurzes Feedback von mir: Bei amazon gab es die komplette Originalserie mit 5 Staffeln bei Amazon, da musste ich zuschlagen, und bin gestern abend mit Staffel 2 fertig geworden. Ich hätte nie gedacht, dass ich mich zusammenreißen muss, nicht alle Folgen am Stück zu gucken, so spannend finde ich die.

    Vielen Dank für den Tip. Übrigens ist mir jetzt auch klar, warum ich erst jetzt davon erfahren habe. Weil die Serie laut Trailer nur auf BBC America lief, und das bekomme ich nicht. Nur die britischen Kanäle der BBC, auf denen Dr. Who, Poldark und Call the Midwife ausgestrahlt wird.

    LG
    Ulrike

    1. Hallo Ulrike. Also ursprünglich ist die Serie für BBC Three produziert worden. Es kann natürlich sein, dass auch BBC America die Sendung mit ins Programm aufgenommen hat – wobei America ja sein eigenens Remake produziert hat.

      LG Sophia

      1. ich hätte ja noch auf BBC 2 getippt, aber wie auch immer, ich habe sie ja jetzt und freue mich über den Tip, denn die gehört jetzt schon zu meinen Top 5

    1. Ich hab mir die DVDs damals in London gekauft. Ich bin mir nicht sicher, ob man sie auch in Dt. kaufen kann. Aber die Serie an sich, ist sehr stark.

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