Athen – Stadt der Antike, Götter & Tempel

Καλή μέρα

Die kalten Wintertage lassen mich mal wieder in warmen Erinnerungen schwelgen. Mein Jahr 2017 war voll gepackt mit wunderbaren Reisen: Athen, Budapest, Venedig, Südtirol, Dresden. Ich durfte neue Orte sehen und (er)leben. In diesem Blogpost möchte ich euch mit auf (m)eine kleine Reise nehmen und euch fünf Orte zeigen, die ihr bei einem Athen-Besuch unbedingt gesehen haben solltet. Außerdem erzähle ich euch, welchen großen Vorteil es hat, die Stadt der lebenden Antike, Götter und Tempel als Student*in zu besuchen.


Akropolis bei Nacht – Blick von der Hotelterrasse aus

Anfang Oktober 2017 machte wir uns für sechs Tage auf dem Weg in die griechische Hauptstadt. Per Flugzeug ging es von Berlin-Schönefeld nach Athen. Der Flug dauerte nicht mal drei Stunden. Athen zählt zu den bevölkerungsreichsten und flächengrößten Städten des Landes. Sie ist das Zentrum der griechischen Antike und der Demokratie. Unser Hotel befand sich mitten im Zentrum der Stadt. Mit der öffentlichen Metro Line 3 (blau) sind wir vom Flughafen zur Station Monastiraki gefahren. Das Ticket hat uns rund 10 Euro gekostet. Als Student bekommt man gut 50 % Nachlass (muss also nur 5 Euro bezahlen). Wir haben uns nur das normale ATH.ENA TICKET gekauft, da wir die Metro nur für den Flughafen Transfer benutzt haben. Der Monastiraki-Platz war nur fünf Minuten zu Fuß vom Hotel entfernt, direkt unterhalb der Akropolis. Von unserer Hotelterrasse aus hatte man einen wundervollen Blick auf das Wahrzeichen der Stadt. Unsere sechs Tage waren voll gepackt bis oben hin. Die schönsten Erinnerungen und Ort möchte ich mit euch teilen.

Erechtheion mit Karyatiden auf der Akropolis

 AKROPOLIS & MUSEUM

Das Must-See der Stadt ist und bleibt die Akropolis. Hoch oben auf einem Hügel strahlt die ehemalige Stadtfestung vor sich hin: Das Monument für Athene – die Schutzpatronin der Stadt. Mein erster Tipp an dieser Stelle: Besucht die Akropolis nie am Nachmittag! Geht am besten vor 9 Uhr los. Dies hat zwei Vorteile a) es sind noch nicht so viele Besucher da und ihr müsst nicht ewig lange am Ticketschalter warten und b) dort oben gibt es keine Bäume & kein Schatten – da es in Athen schon relativ früh heiß wird, ist die Sonne am Nachmittag unerträglich und ein Besuch dort oben kaum auszuhalten. Wir waren ca. von 9.30 bis 13.00 Uhr auf der Akropolis, 2-3 Stunden sind völlig ausreichend. Ihr braucht echt viel viel Wasser und vor allem festes Schuhwerk. Die Steine dort oben sind teilweise sehr glatt. Es besteht also Rutsch- und Verletzungsgefahr. Eigentlich darf man kein eigenes Trinken und Essen mit hinein nehmen – am Eingang werden auch die Taschen kontrolliert. Auf dem Gelände gibt es aber entweder Trinkwasserbrunnen oder auch Automaten (eine Flasche Wasser 0,5 L kostet zwischen 0,50 und 1,00 Euro). Danach kann man die Flasche jederzeit an den Brunnen nachfüllen. Wir persönlich haben keine Führung gebucht, sondern sind auf eigene Faust los. Mit dem Lageplan, den es am Eingang gibt und ein bisschen Vorrecherche, war ein Tourguide auch nicht nötig. Für alle Studenten ist der Eintritt nach Vorlage eines gültigen Ausweisdokuments übrigens frei. Alle Anderen müssen 20 Euro bezahlen. Unser erstes Ziel war natürlich der Parthenon und die umliegenden Tempel. Mein Highlight war das Erechtheion mit den Karyatiden. Davor befindet sich ein Ölbaum der Göttin Athene, der in einem Wettstreit mit Poseidon an diese Stelle gekommen sein soll. (Über die Akropolis und seine Bauwerke selbst, soll es in der nächsten Zeit auch noch einen eigenen Blogpost geben, da es in diesem Beitrag wohl den Rahmen sprengen würde.) Nachdem wir sowohl die Tempel, als auch die umliegenden Hänge abgelaufen sind, haben wir noch einen Abstecher ins Akropolis Museum gewagt. Das Museum befindet sich nur wenige Meter von der Akropolis entfernt. Der Eintritt beläuft sich auf rund 5 Euro. Alle Studenten haben erneut freien Eintritt.

 ARCHÄOLOGISCHE AUSGRABUNGSSTÄTTEN

Me at Ancient Agora

Davon gibt es eine Menge in Athen. Meine Highlights waren das Gelände des Tempel von Zeus mit Hadrian’s Bogen, der Turm der Winde im Roman Agora, der Temple of Hephaistos im Ancient Agora und die Hadrian’s Bibliothek. Solltet ihr nur wenig Zeit in Athen haben und nicht alle Ausgrabungsstätten besuchen können, dann lege ich euch besonders den Tempel von Zeus und die Ancient Angora ans Herz. Für alle Ausgrabungsstätten wird natürlich Eintritt verlangt. Wer sparen möchte, kauft sich für 30 Euro (15 Euro erm.) ein Kombi-Ticket. Darin sind enthalten die Akropolis und alle hier aufgeführten Ausgrabungsstätten. Für alle Studenten die gute Nachricht: Nachdem ihr euren Studi-Ausweis vorgelegt habt, kommt ihr auch hier wieder kostenlos rein. Athen ist also sehr studentenfreundlich. Wir haben in diesen sechs Tagen bei weitem nicht alle Ausgrabungsstätten Athens besuchen können – nach fünf Tagen sieht leider jeder Stein eh aus wie der andere; außer man ist Kunsthistorikerin wie ich oder besitzt viel Fantasie und Vorstellungskraft. Bei den meisten Anlagen sind nämlich nur noch wenige Überreste zu sehen. Dank der Beschriftungen und Tafeln kann man erahnen wie es dort einmal ausgesehen haben muss. Auf der Anlage der Ancient Agora hingegen sind noch ganze Gebäude, Grundmauern und Tempel stehen geblieben. Meine Empfehlung an euch: nicht alles an einem Tag besuchen. Die Anlagen liegen zwar fast alle in unmittelbarer Nähe zueinander, aber nach zwei Besuchen wird eine dritte Anlage echt anstrengend. Zumal es wenig Schatten gibt und die Anlagen zum Teil in der prallen Sonne liegen. Also auch hier wieder an viel Wasser und Kopfbedeckung denken.

PIRÄUS – Athens Hafen

Hafen von Piräus

Piräus ist die historische Hafenstadt von Athen. Sie ist ein wichtiges Industriezentrum in Griechenland und drittgrößter Mittelmeerhafen. Besonders lockend sind die Häfen und Strände von Piräus. Da wir in Athen eine Hop-on-Hop-off-Bustour gebucht hatten, gab es die Möglichkeit  (für wenige Euro extra) auch Piräus anzufahren. An dieser Stelle muss ich sagen, dass wohl die Beach Riviera Tour, die man auch hätte dazu buchen können, ebenfalls ganz sehenswert scheint. Allerdings entschieden wir uns nur für Piräus und Athen. Die Fahrt in die kleine Hafenstadt dauert gerade mal 20 – 30 Minuten. Die Busse fahren alle 15 Minuten und steuern eigentlich alle wichtigen Punkte der Stadt an. Entspannt kann man selbst entscheiden, ob man aussteigen oder sitzen bleiben möchte. Am Strand (Station: Votsalakia Beach) entschieden wir uns auszusteigen und die Seele am Wasser ein wenig baumeln zu lassen, aber auch einen kleinen Spaziergang durch eine der Hafenbuchten zu machen. Mehr haben wir von Piräus dann auch nicht gesehen: Hafen und Strand. An den meisten Sehenswürdigkeiten Piräus‘ sind wir nur mit dem Bus vorbei gefahren. Aber es herrschte eher Strand-Wetter, anstatt Museums-Wetter. Die Rückfahrt traten wir ebenfalls mit dem Bus an, der uns wieder bis zur Akropolis fuhr. Von dort aus war es ein rund 20-Minuten-Marsch zu unserem Hotel –  immer bergab, vorbei an wunderbaren kleinen Restaurants und Flohmarkt-Ständen.

MONASTIRAKI & RESTAURANTS

Kunsthistorikerin on Tour: Planen, Planen, Planen

Monastiraki liegt am Fuß der Akropolis und ist das Marktviertel der Stadt. Hier reihen sich die Geschäfte aneinander: Flohmarkt-Stände und Restaurants stehen in Mitten von antiken Gebäuden. Wir sind hier jeden Tag durch die kleinen Gassen gezogen, haben Kunst – und Ramschläden, Eisdielen und typisch griechische Restaurants besucht. Wer gerne feiern geht, dem kann ich die 360 Cocktail Bar direkt am Monastiraki-Platz empfehlen. Auf der Dachterrasse hat man einen wunderbaren Blick auf die Akropolis. Die Cocktails sind super lecker, liegen preislich aber an der Schmerzgrenze (im Vergleich zu anderen Bars der Stadt). Den Großteil der Abende haben wir aber in der hoteleigenen Dachterrassen-Bar verbracht. Essenstechnisch gibt es viele Gerichte, die ich empfehlen kann. Leider fallen mir nicht mehr alle Namen der Restaurants ein, wo wir z.B. Chicken Souvlaki gegessen haben. Der Service in den (meisten) Restaurants ist echt spitze. Gratis Wasser. Gratis Brot mit Ölivenöl. Und ein Essen für zwei Personen zu 90 % immer unter 30 Euro (mit Getränken!). Es gibt kaum ein Gericht, welches über 10 Euro kostet. Unser Essen lag meistens bei 8,50 Euro. Meine zweite kulinarischen Empfehlungen an euch: Moussaka. Ich liebe es so sehr! Eine Art griechischer Auflauf. #yummy. Das Restaurant (Name ist mir leider entfallen), in dem ich Moussaka zum ersten Mal in meinem Leben gegessen habe liegt in der Mitropoleos Street. Ein sehr empfehlenswertes Restaurant, an dessen Namen ich mich erinnern kann, ist das 33 Adrianou  direkt an der Ancient Agora in der Adrianou Street. Meine dritte kulinarische Empfehlung ist natürlich Gyros (wir haben es in der Chicken-Variante gegessen). Generell findet man auf seinem Teller unter dem Gyros bzw. Souvlaki immer Pita Brote, Pommes, Salat und leckere Dips (eine Art Tzaziki, nur viel leckerer). Das Preis-Leistung-Verhältnis hat immer gestimmt und wir hatten nie irgendwelche Essensfails. Letzter kulinarischer Tipp: Im Da Vinci Gelato gibt es super duper leckeres Homemade Eis (siehe Bild). Hier sind die Kugeln zwar etwas teurer (über 2,00 Euro pro Kugel), aber einmal geht das schon 🙂

 NATIONAL GARDENS & SUNSET POINT

National Garden – Brunnen mit Schildkröten

Während unseres Stadtspaziergangs durch Athen haben wir auch diese wunderbaren Orte entdeckt: die National Gardens und den Arios Pagos. Auf dem Weg in die Gärten begegneten uns sehr viele Schildkröten. Generell ist dieses wunderbare Tier sehr sehr oft in der Stadt anzutreffen – wenn es also mal im Gebüsch rascheln sollte, dann verfallt nicht in Panik. In den meisten Fällen ist es eine Schildkröte, die gemütlich in der Sonne chillt bzw. ihrer Wege geht. Der Nationalgarten ist ein öffentlicher Garten, der in der Nähe vom Syntagma-Platz liegt. Er war damals ein Schlossgarten und grenzt heute an das Parlamentsgebäude (früher: Stadtschloss). Die Flora und Faune hier ist einfach wunderbar. 2004 wurden der Stadt Athen die National Gardens für 90 Jahre zur freien Nutzung überlassen. An die Gärten grenzt das Zappaion (Kongresszentrum), welches durch seine auffällige runde Form sofort  ins Auge fällt.

Ein weiterer Geheimtipp meinerseits ist der „Sunset Point“ Arios Pagos an der Akropolis. Zugegeben: So geheim ist dieser Tipp gar nicht mehr, denn jeden Abend tummeln sich hier dutzende von Menschen, um den Sonnenuntergang über Athen zu betrachten. Aber dennoch sollte man es einmal gemacht haben. Der Arios Pagos liegt nördlich der Akropolis und ist ein rund 115 Meter hoher Fels. Er wird auch Mars Hill genannt. Hier tagte früher immer der oberste Rat („Areopag“), die älteste Körperschaft der Stadt. Heute sind es vor allem Touristen, die man sitzend oder stehend auf dem Felsen vorfinden kann. Wir machten uns mit unserem Abendessen, den Kameras und Jacken auf zum Felsen. Es war ein wunderbares Gefühl hoch über der Stadt zu sitzen und der Sonne entgegen zu schauen.

18:00 Sonnenuntergang – Blick vom Arios Pagos

Athen hat natürlich mehr zu bieten als nur diese ‚fünf Orte‘, die ich euch vorgestellt habe. Dennoch hoffe ich, dass euch meine kleine Athen-Empfehlung gefallen hat. Weiter geht es hier auf dem Blog im April mit Budapest und offline bin ich für ein paar Tage in Prag. Und für den Moment sage ich: Αντίο αθήνα Goodbye Athens ❤

Liebe Grüße

 

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16 Kommentare zu „Athen – Stadt der Antike, Götter & Tempel

  1. Wow, was für eine tolle Stadt! Wir waren bisher noch nicht in Athen, sondern nur auf Kreta, aber die griechische Mythologie hat uns schon sehr beeindruckt. Deine Bilder sind ja toll! Da kriegt man richtig Reiselust.

    Liebe Grüße, Bea.

  2. Huhu, ich finde Athen und Griechenland super spannend – richtig tolle Bilder hast du gemacht. 🙂
    Liebe Grüße,
    Marie

  3. Ein ganz toller Artikel und sehr beeindruckende Bilder. Ich bin totaler Griechenland Fan und war schon einige Male in Athen. Es ist einfach eine tolle Stadt, die ich immer wieder besuchen werde.
    Liebe Grüße
    Sigrid

    1. Hallo Sigrid.
      Danke für die lieben Worte. Athen gehört nach meinem Besuch auch zu den Städten, in die ich öfter reisen würde. Es wird nie langweilig, weil man immer wieder etwas Neues entdecken kann. Athen ist eine unglaubliche Stadt mit wunderbarer Kultur.

  4. Eine interessante Stadt und tolle Hintergrundinfos hast du da zusammengetragen.
    Da bekommt man glatt Lust hinzufahren.

    Danke für diesen kleinen virtuellen Kurztrip.

    Lg Sabana

  5. Das wäre auch mal eine Stadt, die ich besuchen würde. Ich finde solche Gebäude immer wahnsinnig interessant und besser können wir die alten Kulturen nciht kennenlernen. Danke für deinen wundervollen Einblick und das teilen deiner Bilder.

    Alles liebe

  6. Ich wollte vor einigen Jahren nach Athen aber es kam dann doch anders. Seitdem habe ich es nicht vergessen und möchte mit die Stadt unbedingt noch ansehen. Danunsere Kinder aber noch klein sind, wird das wohl noch ein paar Jährchen warten müssen. Liebe Grüße Nini von http://www.mamazeiten.com

  7. Guten Morgen,
    oh Athen liegt bei mir auch ganz oben auf der Bucketlist. Da wollte ich schon lange hin. Das sind sehr schöne Eindrücke von dir,die lust auf mehr machen. Ein sehr schöner Beitrag.
    LG Nadine

  8. Athen bzw. Griechenland steht auch noch weit oben auf unserer Liste!
    Bei den Bildern träumt man sich bei der Kälte hier direkt Richtung Sonne – danke für deine Tipps!
    An Moussaka könnten wir uns dann aber auch nicht satt essen 😉

    Liebe Grüße
    Stefan

    1. Hallo Stefan,
      vielen Dank für deine Worte.
      Ja, die Kälte hier wird langsam unerträglich. Es freut mich, wenn dir meine Tipps und die Bilder gefallen haben. Am liebesten würde ich auch wieder zurück nach Athen – Anfang Oktober waren es dort nämlich noch an die 30 Grad. Kulinarisch gesehen war Athen auch echt eine Erfahrung: Moussaka war nur eine davon. Vor allem ist das Essen dort gut und günstig – die Portionen sind echt reichhaltig und der Preis relativ klein

      Liebe Grüße
      Sophia

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