Kinorückblick #Februar

Auch der Februar war voll gepackt mit spannenden, berührenden und mitreißenden Kinofilmen. Mein persönliches Highlight: „Die Verlegerin“ mit Meryl Streep und Tom Hanks. In diesem Kinorückblick möchte ich euch wieder meine Top 5 – Kinofilme des Monats, jeweils mit einem kleinen Fazit/Kurzkritik, vorstellen. Ich habe versucht – so gut es geht – alle Filme anzusehen (bei einigen Filmen, die im Feb. gestartet sind, konnte/wollte ich aber nicht – genrebedingt – ins Kino) 

Was meine Top 5 allerdings angeht: die kann ich nur wärmstens weiter empfehlen. Bei allen fünf Filmen war ich hin und weg – einen habe ich mir sogar zweimal angesehen (dank meiner Kinomonatskarte, war dies kein Problem). Aber hier erst mal das beste aus dem Monat Februar. Und vielleicht kann ich euch für den Kino-Samstagabend eine Entscheidungshilfe sein.


(1) DIE VERLEGERIN:

Kinostart: 22.o2.2o18

Meryl Streep und Tom Hanks kämpfen für die Pressefreiheit. In dem Drama porträtiert Steven Spielberg den größten Polit-Skandal der USA, rundum die Figur Kay Graham. Katharine „Kay“ Graham (Meryl Streep) war die erste weibliche Verlegerin der Vereinigten Staaten. Anfang der 1960er Jahre verstarb ihr Mann und sie übernahm die Firma/ Zeitung „Washington Post“. Als ihr Chefredakteur Ben Bradlee (Tom Hanks) mit der Story „Pentagon Papers“ zu ihr kommt, muss sie sich entscheiden: veröffentlichen oder nicht. Denn die „Pentagon Papers“ beinhalten geheime Staatsgeheimnisse über den Vietnamkrieg, indem alle vier Präsidenten u.a Truman und Kennedy verwickelt war und Tatsachen vertuschen wollten. Die „Pentagon Papers“ sind das erste Leak der Pressegeschichte und haben zusammen mit der Watergate-Affäre den Ruf der „Washington Post“ bestimmt. Doch der Film erzählt mehr als nur über die Vertuschungsaktion im Vietnam-Krieg. Er fokussiert vielmehr den Gang einer starken Frau im männerdominierten Journalismus der damaligen Zeit und wie sie sich in diesem beweisen muss. Es geht um die Freiheit und Stellung der Presse und den Kampf um die Wahrheit. Doch nicht nur die Geschichte ist exzellent erzählt, sondern auch die schauspielerischen Leistungen brillieren in Haupt – und Nebenrollen. Das Drama wird von seinen beiden Hauptdarstellern Streep und Hanks (die hier zum ersten Mal gemeinsam vor der Kamera stehen) getragen. Besonders Streep zeigt einmal mehr, dass sie die First Lady in Hollywood ist: wandelbar, fabelhaft, souverän, exzellent und überzeugend & dabei bleibt sie ihrer schauspielerischen Linie immer treu und liefert eine grandiose Leistung ab.

Der Polit-Thriller ist ein packender Streifen, der ein Stück US-Geschichte mit dem Mut und der Kraft einer einzelnen Frau verknüpft.

Meine beiden Lieblingszitate aus dem Film:

  • … von der Mehrheitsmeinung: Im ersten Verfassungszusatz haben die Gründerväter der freien Presse den Schutz gegeben, den sie haben muss, um ihre wesentliche Rolle in unserer Demokratie zu erfüllen. Die Presse sollte den Regierten dienen, nicht den Regierenden.’“ – Meg Greenfield

  • Meldungen sind der erste grobe Entwurf der Geschichte“ – Kay Graham

(Quelle: youtube.de/ Universal Pictures Germany)


(2) MAZE RUNNER 3 – DIE AUSERWÄHLTEN IN DER TODESZONE:

Kinostart: o1.o2.2o18

Der Fantasy-Streifen ist ein spannendes, packendes und mitreißendes Finale. Die Handlung ist – wenn man das Buch nicht gelesen hat – nicht kalkulierbar und Wendungen kommen überraschend. Wir sagen Hallo zu alte Bekannten und Lebewohl zu lieb gewonnene Freunden. Der dramatische und hoch emotionale 3.Teil ist eine Achterbahnfahrt der Gefühle mit viel Action. Zwar hat das Fantasy-Drama von der Grundidee her keinen ausgedehnten Tiefgang (bis auf wenige Sequenzen; Stichwort: Brief, Freunde, Humanität), aber es ist beste und kurzweilige Unterhaltung. In seiner erzählerischen Qualität kommt der dritte Teil zwar nicht ganz an den Anfang des Franchise heran, aber er ist definitiv besser als sein unmittelbarer Vorgänger. An einigen Stellen hätte ich mir aber mehr künstlerische Freiheit und ein abweichen von der lit. Vorlage gewünscht. Dennoch istMaze Runner – Die Auserwählten in der Todeszone“ ein äußerst gelungener Ausklang einer beeindruckenden und faszinierend Reise in eine Dystopie mit Happy End.

Meine ausführliche Kritik über diesen Film könnt ihr gerne auf dem Blog von Cinestar nachlesen:

https://www.cinestar.de/blog/blogbuster-maze-runner-3-die-auserwaehlten-in-der-todeszone/


(3) DAS LEBEN IST EIN FEST:

Kinostart: o1.o2.2o18

„Das Leben ist ein Fest“ ist eine heitere und abwechslungsreiche Komödie aus Frankreich. Zentralerpunkt in der Handlung ist die Ausrichtung einer Hochzeit, bei der mehr als einmal etwas schief läuft. Max (Jean-Pierre Bacri) ist der bekannteste Hochzeitsplaner des Landes, doch sein aktueller Auftrag endet augenscheinlich in einem Desaster: Das Essen auf dem Buffet wird schlecht & Max improvisiert mit gesalzenen Teigtaschen, um Zeit zu gewinnen. Der Fotograf verhält sich unprofessionell und schikaniert lieber seinen Praktikanten bzw. sucht via Dating-App nach einer Frau. Max‘ Angestellte streiten und zanken sich nur und am liebsten würde Max seine Karriere beenden und die Firma verkaufen. Er ist mehr damit beschäftigt seine Leute im Zaum zu halten, als sich auf seinen eigentlichen Job zu konzentrieren. Kann das Fest am Ende doch noch ein Erfolg werden? Der amüsante und vielstimmige französische Filme porträtiert nicht nur den Ablauf einer bis ins kleinste Detail geplanten Hochzeit mit unerwarteten Krisen und unschlagbaren Charme & Witz, sondern zeigt einen Mann dessen Leben mächtig auf den Kopf gestellt wird. Éric Toledano, der Regisseur von „Ziemlich Beste Freunde“ inszeniert zusammen mit Olivier Nakache eine schräge Komödie mit tollen Momenten und komischen Höhepunkten. Jean-Pierre Bacri brilliert in der Rolle des leicht überforderten und seiner Arbeit ermüdeten, melancholischen Chefs, der versucht mehrere Stricke gleichzeitig zu ziehen. Jeder Charakter im Film wird – so weit es möglich ist – mit all seinen Macken skizziert, die mehr oder weniger Auswirkungen auf das Hochzeitsfest haben. Ein Tiefgang durchdringt nur an einigen Stellen, die Oberflächlichkeit der Thematik – was nicht wirklich schlimm ist, denn dank des Trailers habe ich eh eine leichte Komödie erwartet. Der Ensemblefilm ist eine klasse kurzweilige Unterhaltung, bei der kein Auge trocken bleibt.

(Quelle: youtube.de)


(4) WIND RIVER:

Kinostart: o8.o2.2o18

Wind River“ ist ein packender Thriller, bei dem der Fährtenleser und Jäger Cory Lambert (gespielt von Jeremy Renner) in einem Indianerreservat im Bundesstaat Wyoming auf die Leiche der 18-jährigen Natalie stößt. Die Ermittlungen in dem Fall übernimmt die junge FBI-Agentin Jane (Elizabeth Olsen). Auf Grund eines tragischen und schmerzhaften Vorfalls in der Vergangenheit, will Cory bei der Aufklärung des Falls helfen. Der Grundton bei diesem Krimi-Drama ist eher rau und kühl. Von wahren Begebenheiten inspiriert, zeichnet der Film packende und spannenden Figuren, die ihren ursprünglichen menschlichen Instinkten von Leben und Überleben folgen. Die Handlung, des mit viel Spannung aufgeladenen Thrillers, ist erzählerisch gesehen nicht wirklich verzwickt und vielschichtig. Sie verfolgt eine geradlinige Ermittlung (es gibt auch kaum falsche Spuren). Doch der Kampf um Leben und Tod, die kühle aggressiv angespannte Atmosphäre, die in eine atemberaubende Winterlandschaft gesetzt ist, wecken das Interesse am Film. Die Hauptfigur Cory ist nur schwer zu durchdringen, da er zwar gebrandmarkt von der Vergangenheit ist, aber aus ihr auch die Energie nimmt, den Fall aufklären zu wollen. Buchstäblich baut sich vor dem geheimnisvollen Mann eine Wand aus Schnee auf, die nur schwer zu schmelzen scheint. Die Darbietung von Jeremy Renner ist eines der schauspielerischen Highlights des Thrillers. Zusammen mit Elizabeth Olsen als FBI-Agentin entsteht eine unverwechselbare Harmonie während der frostigen Mördersuche.

(Quelle: youtube.de)


(5) SHAPE OF WATER – DAS FLÜSTERN DES WASSERS:

Kinostart: 15.o2.2o18

Shape of Water“ gleicht einem modernen Märchen für Erwachsene. Die stumme Elisa (Sally Hawkins) arbeiten in Zeiten des Kalten Kriegs (in den 1960er Jahren) in einem Hochsicherheitslabor in den Vereinigten Staaten als Reinigungskraft. Sie führt ein eher beschauliches und einfaches Leben, isoliert und abgeschottet von der restlichen Gesellschaft. Ihre einzigen Freunde sind ihr homosexueller Nachbar Giles (Richard Jenkins) und ihre afroamerikanische Freundin Zelda (Octavia Spencer). Eines Tages entdeckt Elisa in einem der Labore eine geheimes Experiment. Sie beginnt nach und nach Gefühle für die Kreatur zu entwickeln. Zusammen mit Freundin und Nachbar will sie den Amphibienmann aus dem Labor befreien, als dieser getötet werden sollte. Gejagt von dem eigentlichen Monster des Films, steht die Liebe zwischen der Frau und der Kreatur unter keinem guten Stern. Der Film fokussiert die Außenseiter (stumme Frau, Homosexueller Mann und afroamerikanische Frau) der damaligen Gesellschaft mit ihrem solidarischen Zusammenhalt und den menschlichen Bedürfnissen. Das Fantasymärchen zeichnet gefühlvoll die romantische Liebe zwischen der Putzfrau und dem Wassermann (der mehr humane Züge aufweist, als manch andere Figur), die ganz ohne Wort auskommt. Mit sehr viel Feingefühl spielen die Darsteller*innen ihre Rollen – der Bösewicht ist hier ausgeklammert. Der Märchencharakter des Films wird schon zu Beginn durch einleitenden Wort und einer visuell hervorragenden Bilderpracht unterstrichen. Das Drama lebt von seinen Kontrasten: Gut und Böse; ‚Normalo‘ und ‚Außenseiter‘. Ein bisschen hat der Film etwas von Die Schöne und das Biest“ und endet auch hier mit einem unerwarteten Happy End. Der Film zeigt in ganzer Linie Tiefgang. Die witzigen Einschübe werden nie ins lächerliche gezogen, sondern lockern die Gesamtatmosphäre auf. Die berührende Romanze brilliert mit der Chemie seiner Darsteller, der beeindruckenden Kameraarbeit und den hervorragenden visuellen Effekten.



Natürlich gab es auch im Februar weitere tolle Filme, die auf der großen Kinoleinwand liefen, wie beispielsweise:

  • Die Kleine Hexe (Start: o1.o2) – Karoline Herfurth schlüpft, in Ottfried Preußlers Kinderbuchklassiker, in die Rolle der kleinen Hexe, die endlich an der Walpurgisnacht teilnehmen möchte.
  • Der seidene Faden (Start:o1.o2)ein Historiendrama im London der 1950er Jahre über den renommierte Damenschneider Reynolds Woodcock (Daniel Day-Lewis).
  • The Disaster Artist (Start: o1.o2) – James Franco widmet sich in seinem Film, den Dreharbeiten zu „The Room“, welcher von vielen Medien als schlechtester Film aller Zeiten gehandelt wurde.
  • Fifty Shades of Grey 3 (Start:o8.o2) – Ana und Christian kommen zum Höhepunkt ihrer gemeinsamen Liebesbeziehung.
  • Alles Geld der Welt (Start:15.o2) – Thriller und Drama über die Entführung des Millardär-Enkels Paul Getty III in den 1970er Jahren in Italien.
  • Wer ist Daddy? (Start:15.o2) – Komödie über die Suche zweier erwachsener Brüder (u.a Owen Wilson) nach ihrem leiblichen Vater.
  • Black Panther (Start:15.o2): Marvel-Superhled T’Challa alias Black Panther feiert sein Solo- Kinodebüt und muss sich als neuer König von Wakanda beweisen.
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