Kinorückblick #Januar

Das Jahr 2018 ist schon wieder einige Wochen alt und für mich als Filmfan wird es Zeit ein erstes Resümee zu ziehen. In diesem einen Monat sind sehr viele, schöne und beeindruckende Kinofilme herausgekommen – die meisten von denen müssten derzeit auch noch zu sehen sein. In meinem Kinorückblick für Januar möchte ich euch meine Top 5 Filme kurz vorstellen. Welche Filme sind besonders sehenswert? Was kann ich mir beruhigt im Kino ansehen? Welcher Film darf bei einem Kinoabend nicht fehlen? Vielleicht kann ich euch auf diese Weise die Entscheidung vereinfachen 🙂

Über einige der Filme habe ich bereits längere Beiträge für andere Portale geschrieben. Hinter diesen filmischen Arbeiten wird es dann einen Verweis zum langen Beitrag geben.

Aber jetzt heißt es erst mal: Licht aus. Vorhang auf


(1) GREATEST SHOWMAN:

Kinostart: o4.o1.2o18

Ich finde den Film sehr bewegend. Vor allem ist es irgendwie ein Appell an die Menschlichkeit in Zeiten von einer sehr konservativen Gesellschaft. Die Story ist echt klasse, hat aber auch ihre Schwachstellen. Hugh Jackman ist großartig, wirkt aber erst durch diese tollen Menschen/Nebendarstellern vollkommen. Der Film hat ne gute Mischung mit Songs – nicht zu viel und nicht zu wenig. Bei so gut wie jedem Lied hatte ich Gänsehaut – besonders This is me (da hatte ich sogar Tränen in den Augen, weil es mein Herz ziemlich berührt hat), welches von Keala Settle gesungene wurde. Für ein Erstlingswerk ist der Film echt gelungen. Meine Lieblingsszene aus dem Trailer war zwar drin, allerdings nicht mit dem Text „Es hat noch nie jemand etwas verändert, indem er so war wie andere“. Meine Erwartungen an den Film, die durch den Trailer ziemlich hoch waren, wurden aber vollends erfüllt.

Für den Blog von Cinestar habe ich zwei Beiträge geschrieben: Filmvorschau & Review.


(2) Die Dunkelste Stunde

Kinostart: 18.o1.2o18

Der Film erzählt die Geschehnisse im Mai 1940 im britischen Parlament. Premierminister Chamberlain tritt zurück. Seine Stelle soll der eher unbeliebte Winston Churchill übernehmen. Bald hat Churchill nicht nur an einer Front (gegen das NS-Regime) zu kämpfen , sondern auch mit seiner eigenen Partei und dem britischen Königshaus, die ihn baldmöglichst wieder los haben wollen. Doch durch seine Weitsicht und Integrität gelingt es dem Politiker für die Freiheit seiner Nation zu kämpfen. Hier werden besonders die Ereignisse in Dünkirchen zur Stellprobe und Mamutsaufgabe für Churchill. Gary Oldman gelingt es diesen komplexen und vielschichtigen Charakter auf eine überwältigende und beeindruckende Art zu verkörpern. „Die Dunkelste Stunde“ ist keine leichte Unterhaltung für Zwischendurch, aber dennoch hoch anspruchsvolles Kinos von unseren britischen Nachbarn. Der Film ist ein Meisterwerk und Oldmann brilliant. Der Thriller zeigt mit wenigen Ausnahmen das politische Innenleben der britischen Regierung, auf einer spannenden, mitreißenden und emotionalen Ebene. 

(Quelle: youtube.de/KinoCheck)


(3) Downsizing

Kinostart: 18.o1.2018

Der Planet ist überbevölkert und seine Ressourcen sind so gut wie aufgebraucht. Skandinavische Wissenschaftler wollen mit einer zündenden Idee Abhilfe schaffen: Downsizing. Bei dem medizinischen Eingriff werden Menschen irreversibel auf eine Größe von gerade mal 12 cm geschrumpft. Auch Matt Damon als Paul Safranek unterzieht sich diesem Eingriff. Schnell merkt er: seine Probleme ändern sich nicht mit seiner Körpergröße.
Zwar weist der Film einige erzählerische Schwachstellen auf, aber im Ganzen betrachtet ist „Downsizing“ eine solide filmische Arbeit. Der Film ist lustig, spannend, berührend, voller Überraschungen und das Ende mal nicht vorhersehbar. Die Tragikomödie ist Unterhaltung mit einer Prise Tiefgang zum Nachdenken.

Für den Blog von Cinestar durfte ich über den Film eine längere Kritik schreiben. Hier geht’s zur Review.


(4) Wunder

Kinostart: 25.o1.2o18

„Wunder“ erzählt vom kleinen August Pullmann und seinen Start in einen neuen Lebensabschnitt. Das Drama ist ein wundervoller Film über Freundschaft, Toleranz, Selbstakzeptanz und Menschlichkeit. Als Zuschauer begleiten wir Auggie auf seinen steinigen Weg der Integration in eine oberflächliche Gesellschaft. Der kleine, lebensfrohe Junge wird als Außenseiter abgegrenzt und ist an seinen ersten Schultagen kindlichen Grausamkeiten – initiiert durch seinen Klassenkamerad Julian ausgesetzt. Das emotionsgeladene Drama macht mir einmal mehr deutlich, dass es nicht auf das Aussehen ankommt, sondern auf die inneren Werte und den Charakter eines Menschen. Das Besondere an dem Film ist, dass August’s Geschichte aus mehreren Blickperspektiven erzählt wird. Es ist ein Wohlfühlfilm für’s Auge und für’s Herz mit viel Humor, Mut und Tiefgang. Eine wundervolle Julia Roberts und ein noch grandioser Jacob Tremblay.

Meine Review für Cinestar zu „Wunder“ erscheint am o2.o2.18

(Quelle: youtube.de/KinoCheck)


(5) Three Billboards outside ebbing, missouri

Kinostart: 25.o1.2o18

Das Drama erzählt von der Trauerverarbeitung von Mildred Hayes, dessen Tochter nicht weit vom Wohnhaus entfernt vergewaltigt und ermordet wurde. Auch nach mehreren Monaten hat die Polizei den Mord noch nicht aufgeklärt. Der Schmerz der Mutter wächst weiter. Sie mietet drei große Werbetafeln am Ortsausgang von Ebbing und lässt provokante Sprüche drauf kleben, die an die hiesige Polizei gerichtet sind. Und bringt damit unerwartete Steine ins Rollen.
Der Film lebt von Kontrasten und überraschenden Wendungen: Tiefe Trauer trifft auf vulgären Humor, kalte Wut auf Mitgefühl, Personen ändern von heute auf morgen ihre Gesinnung, aber in allen steckt Schmerz, Verzweiflung und Schuldgefühle. Bis zum Ende weiß man nicht wie der Film ausgehen wird. Die Vielschichtigkeit dieser berührenden und bewegten Geschichte findet man selten. Und die Darsteller*innen sind einfach nur grandios.


Natürlich gibt es noch mehr tolle Filme, die im Januar über die Kinoleinwand liefen, wie beispielsweise:

  • „Lux – Krieger des Lichts“ (Start: o4.o1). Ein Drama über einen Berliner Alltagshelden mit Maske.
  • „Das Leuchten der Erinnerung“ mit Helen Mirren und Donald Sutherland (Start: o4.o1). In dem Drama begibt sich ein älteres Ehepaar auf einen außergewöhnlichen Road Trip.
  • „The Commuter“ mit Liam Neeson (Start: 11.o1). In dem Thriller wird die Heimfahrt für den Pendler Michael zum Horrortrip.
  • „Hot Dog“ (Start: 18.o1) mit dem Schweiger-Schweighöfer-Gespann ist eine gute, kurzweilige Unterhaltung ohne Tiefgang und einfach mal zum Abschalten. Kritik für Cinestar: https://www.cinestar.de/blog/blogbuster-hot-dog/
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