cinetastischer Adventskalender: Türchen 18

Der heutige Film gehört zu meinen liebsten Filmen an Weihnachten. Jedes Jahr auf’s Neue wird DER KLEINE LORD aus dem Jahr 1980 im TV gezeigt. Der Film zeigt uns vorurteilsfrei das Gute in jedem Menschen zu sehen.

DER KLEINE LORD

von Jack Gold

Quelle: youtube.de

Ein Lord zum Liebhaben

1872. Der junge Cedric lebt mit seiner Mutter und der Hebamme Mary in New York City. Sein Vater, der aus England stammt, ist früh verstorben. Eines Tages bekommen die drei Besuch von Mr. Havisham, einem Gesandte seines englischen Großvaters, dem Earl von Dorincourt. Cedric ist der einzige Erbe seines Großvaters‘ Titel. Und so sollen er, Mutter und Mary nach England übersiedeln. Der kleine, von der Welt faszinierte und doch ein wenig naive und gutgläubige, Junge mit dem sehr großen Herzen, erhält den Titel „Lord Fauntleroy“.

Doch ein kleiner Lord zu sein, erweist sich schwieriger als gedacht: Sein Großvater ist ein mürrischer, alter und verbitterter Mann, der streng nach seinen Konventionen lebt. Er hatte seinen Sohn  wegen der Heirat mit Cedrics Mutter verstoßen und nun erlaubt er es nicht, dass sie zusammen mit Cedric in dem Schloss lebt. Er bleibt seinen Ansichten treu und ist stur wie ein Esel.

Die anfängliche Distanz zwischen dem Jungen und seinem Großvater wird jedoch Schritt für Schritt aufgebrochen. Cedric gewinnt, mit seiner lebhaften, unschuldigen und vorurteilsfreien Art, das Herz des Earls. Der alte Mann fängt an, den Jungen lieb zu gewinnen, ändert seinetwegen alte Gewohnheiten und knüpft an alte gesellschaftliche Kontakte wieder an.

Und dann passiert etwas unerwartetes…

Behind the scenes

Der Film basiert auf dem Roman Little Lord Fauntleroy von Frances Hodgson Burnett aus dem Jahr 1886.  Bereits 1914 wurde die Geschichte verfilmt und ist seit jeher insgesamt in 12 filmischen Versionen erschienen. Die Bekannteste mag aber wohl die BBC-Produktion von 1980 sein.

Am 26. Dezember 1982 wurde Der kleine Lord erstmals im deutschen Fernsehen ausgestrahlt und wird seitdem jedes Jahr zu Weihnachten gezeigt.

Gedreht wurde in den Shepperton Studios und auf Belvoir Castle in der Grafschaft Leicestershire. Die Filmmusik stammt aus der Feder von Allyn Ferguson. Auch klassische englische Weihnachtslieder wie Hark! The Herald Angels Sing und We Wish You a Merry Christmas finden ihren Platz im Film. Eine meiner Lieblingsszenen ist der Tanz zum Folksong Oh, Dem Golden Slippers – in dieser Szene versprüht Cedric seine kindliche Lebensfreude und Unbeschwertheit, unter der doch sehr kühlen und verklemmten Tanzgesellschaft.

Sehen oder nicht sehen?

Der Film gehört definitiv zu den Klassikern der Filmgeschichte. Er verfolgt einen ruhigen und einfachen Erzählstrang, welcher es für Kinder sehr leicht macht, der Geschichte zu folgen. Cedric glaubt an das Gute im Menschen. Sein Herz ist groß. Und in seiner Kindlichkeit und Herzlichkeit reißt er alle in den Bann. Der kleine Lord vermittelt Werte wie Mitmenschlichkeit, Nächstenliebe und Güte  – und appelliert auch daran. Das Drama hat ein wenig die rosarote Brille auf und zeigt uns etwas verblümt und auch unrealistisch die Kraft  des naiven und gutmütigen Kinderglaubens – und gleichzeitig lehrt er uns, uns ein Beispiel an ihm zu nehmen.

Der kleine Lord  ist eine gefühlvolle Inszenierung mit viel Humor und Melodramatik. Er bezaubert, berührt, bewegt und begeistern jedes Jahr zu Weihnachten aufs Neue. Er ist für mich einer der perfektesten Weihnachtsfilme, die bisher produziert wurden.


Facts about

Originaltitel: LITTLE LORD FAUNTLEROY

Regie: Jack Gold

Drehbuch: Blanche Hanalis

Darsteller:

Rick Schroder, Alec Guinness, Eric Porter, Colin Blakely, Connie Booth, Rachel Kempson

FSK: 0
Länge: 110 Minuten
Erstausstrahlung: 26. Dezember 1982 (ARD)

auf DVD erhältlich

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