cinetastischer Adventskalender: Türchen 3

Heute ist der 3. Dezember 2017. Zeit für das 3. Türchen. Der heutige Film stammt aus dem Jahr 2014. Ein Biopic mit Tiefgang. Es ist das Drama eines Mannes, der die Zeit entdeckte und zu Leben begann, als die Zeit ihm weglaufen zu schien: DIE ENTDECKUNG DER UNENDLICHKEIT (Org. The Theory of Everything)

Die Entdeckung der Unendlichkeit von James Marsh

(Quelle: youtube.de/ Universial)

Ein Lauf gegen die Zeit – Wenn die Zeit zum kostbarsten Gut wird

„Sie haben nur noch zwei Jahre Zeit“, dieser Satz veränderte das Leben des jungen Stephen. Diesen Satz hörte er vor über 50 Jahren. Und heute? Heute ist er einer der bekanntesten Wissenschaftler unserer Zeit. Stephen Hawking – Astrophysiker und Kosmologe, erkrankte in den frühen 60er Jahren an ALS (Amyotrophe Lateralsklerose). Eine Nervenkrankheit, die dazu führt, das das Gehirn irgendwann keine Befehle mehr an die Körpermuskulatur abgeben kann. Heute sitzt er im Rollstuhl, kann nicht mehr sprechen und kommuniziert über ein Sprachcomputer, den er über einen funktionsfähigen Augenmuskel bedient.

Stephen Hawking ein Student Anfang 20 promoviert an der University of Cambridge in Naturwissenschaften. Auf einer Party lernt er die Studentin Jane Wilde kennen. Die Geschichte nimmt ihren Lauf. Im Vordergrund stehen nicht die Theorien des Physikers über Raum und Zeit, sondern die Liebesgeschichte zwischen Hawking und Wilde. Es ist die Story einer Liebe, die eine unheilbare Krankheit überlebte. Es ist ein Film, der das Thema Zeit übermittelt: Zeit die entdeckt wird. Zeit die beginnt. Zeit die ablaufen zu scheint. Nachdem Stephen erkrankt war, entschied sich Jane bei ihm zu bleiben. Es beginnt eine Ehe mit Höhen und Tiefen.

Behind the scenes

Die Grundlage für den Film sind die Memoiren von Jane Hawking Die Liebe hat elf Dimensionen: Mein Leben mit Stephen Hawking. Stephen Hawking ist wohl der größte Physiker unsere Zeit. Seine Geschichte beweist mir eines: auch wenn einem gesagt wird, dass man etwas nicht kann, heißt es noch lange nicht, dass es stimmt: Anfang 20 wurde Hawking mitgeteilt, dass er nur noch zwei Jahre zu Leben hätte. Aus diesen zwei Jahren, machte er 50. Er musste für alles kämpfen und hat nie aufgegeben. Für mich ist Stephan Hawking ein Held mit einer unglaublichen Willenskraft.

Eddie Redmayne erhielt für seine Darbietung als Stephan Hawking 2015 mehrere Auszeichnungen, darunter den Oscar als Bester Hauptdarsteller und den Golden Globe. Meiner Meinung nach ist Eddie Redmayne einer der größten Schauspieler dieser Zeit 🙂 Seine Darbietung ist das Herzstück des Films.

Sehen oder nicht sehen?

Das Biopic/Drama von Regisseur James Marsh, erzählt die Geschichte eines Mannes und seiner großen Liebe. Wieder ein Liebesdrama? Ja, aber eines das tief berührt und ganz ohne Kitsch ist.
James Marsh hat es geschafft Hawkings Leben auf berührende und eindrucksvolle Weise zu erzählen. In der Rolle des Stephen Hawking brilliert der britische Schauspieler Eddie Redmayne. Zu keinem Zeitpunkt im Film wirkt Redmaynes Darbietung unnatürlich. Er übermittelt seine Rolle authentisch und legt eine große schauspielerische Leistung ab. Der junge Brite trägt dazu bei, dass der Film Tiefgang bekommt. Redmayne spielt seinen Charakter emotional, aber nie kitschig. Oft passiert es, dass Krankheiten im Film nicht authentisch rübergebracht werden und schnell künstlich wirken. Nicht in diesem Fall. Durch Redmaynes Spielt tritt das Gefühl ein, auf der Leinwand Stephen Hawking zu sehen und nicht den Schauspieler. Ein Gefühl, dass mir persönlich ziemlich selten passiert. Der Film begleitet Hawking über die Anfänge seiner Krankheit bis zum Fortschreiten in den Rollstuhl. Neben Redmayne übernimmt Felicity Jones die Rolle der Jane. Und auch die junge Britin überragt in ihrer Rolle.

Zeit wird zu einem kostbaren Gut und in dieser wahren Geschichte wird gezeigt, dass es die Zeit ist, die das ganze Leben verändern und beeinflussen kann. Es war der Augenblick auf einer Party als Stephen Jane kennenlernte und der Zeitpunkt, in dem Jane sich entschloss ihr Leben mit Stephen zu verbringen. „Wir bekämpfen diese Krankheit gemeinsam“, sagte Jane zu Stephens Vater und hatte dabei Tränen in den Augen. Der Film begleitet die beiden über 25 Jahre ihres Lebens. Drei Kinder gingen aus der Ehe hervor. Auch wenn das Ende nicht gerade rosig verlaufen ist, so haben sie doch nie aufgehört sich zu lieben – trotz dieser deprimierenden Krankheit.

Die Kombination einer oscarreifen schauspielerischen Leistung Redmaynes und der eindrucksvollen Lebens- und Liebesgeschichte Hawkings, macht den Film so einzigartig. Das Herz wird berührt und die Tränendrüsen gereizt. Selten gelingt es einem Film von der ersten Minute an den Zuschauer so zu packen und in die Geschichte zu versetzen, sodass es real erscheint. Es ist ein beeindruckender, inspirierender, unter die Haut gehender Film. Es ist das Drama eines Mannes, der die Zeit entdeckte und zu Leben begann, als die Zeit ihm weglaufen zu schien.

Emotionalität * * * * * *

Darsteller * * * * * *

Story * * * * * *

Regie/Musik/Bild/Maske/Kostüm * * * * * *

Gesamturteil: 6 Sterne


Facts about

Regie: James Marsh

Drehbuch: Anthony McCarten

Musik: Jóhann Jóhannsson

DarstellerIn: Eddie Redmayne, Felicity Jones,

Charlie Cox, Emily Watson, David Thewlis

FSK: 0

Laufzeit: ca. 120 Minuten

Kinostart: 25. Dezember 2014

auf DVD erhältlich

 

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