[Kulturtipp] LES MISERABLES

„Do you hear the people sing…?“ Es ist wohl eines der bekanntesten Lieder von Claude-Michel Schönberg aus diesem Musical. Ein weitere Programmpunkt während meines Städtetrips in die britische Hauptstadt, war das Musical Les Miserables. Lest hier, wie es mir gefallen hat und was ich euch empfehlen kann.


Das Musical selbst existiert schon seit 1985 (in London). Uraufgeführt wurde es aber 1980 in Paris in einer sehr gekürzten Version, da bei den Franzosen die Romanvorlage zur Standartliteratur zählte. Es gibt unzählige Musical- und Konzertversionen in verschiedenen Sprachen, sowie Verfilmungen – die Neuste von 2012 mit Hugh Jackman, Eddie Redmayne und Russel Crowe im Hauptcast. Zur Zeit läuft Les Miserable im Queen’s Theatre in London. Insgesamt dauerte das Stück mit Pause circa drei Stunden. Geredet wird hier selten. Die Handlung besteht nur aus Liedern.

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Die Handlung

Die Geschichte spielt im Frankreich des 19. Jahrhunderts. Der Häftling Jean Valjean wird nach 19jähriger Haft entlassen. Nach einigen Hürden hat er es nach 8 Jahren geschafft, sich eine neue Existenz unter falschem Namen aufzubauen. Er ist jetzt Fabrikbesitzter und Bürgermeister in einer Stadt vor Paris. Doch seine Vergangenheit holt ihn wieder ein, denn sein Erzfeind der Inspektor Javert taucht auf und entlarvt Valjean. Er muss fliehen, doch eine junge Arbeiterin Fantine hindert ihn daran.

Fantin stirbt und Valjean versprach ihr, sich um ihr Kind Cosette zu kümmern. Das kleine Mädchen wohnt bei einem Wirt und seiner Frau. Beide überhäufen das kleine Mädchen mit Arbeiten, für die die eigene Tochter zu fein ist. Valjean nimmt Cosette zusich und zieht sie als Tochter in Paris groß.

Jahre später – zu Zeiten der Revolution – verliebt sich Cosette in Marius, einen jungen Revolutionär. Er gehört einer Gruppe an, die von Javert gejagt wird und erneut muss sich Valjean seinem Widersacher stellen. Im Juli 1832 kommt es erneut zur Begegnung der beiden. Jäger und Gejagter stehen sich gegenüber. Kann dadurch die Liebe von Cosette und Marius gerettet werden?

Die Inszenierung

Der Komponist des Stücks ist Claude-Michel Schönberg, als Autor fungierte Alain Boublil. Die literarische Vorlage ist „Die Elenden“ von Victor Hugo. Gravierende Unterschiede zum Film (von 2012) gibt es kaum. Ein bis zwei Kleinigkeiten wurden für den Film (wohl aus dramaturgischen Gründen) geändert. Bemerkenswert ist das Bühnenbild: Mit wenig Bühnenbild (hauptsächlich eine drehbare Scheibe im Boden und viele viele Requisiten) wurde ein wunderbares Stück gezaubert. Und auch die Darsteller – vor allem die Kinder – waren super. Die Musik von Schönberg ist einprägsam und einige Lieder haben die gleiche Melodie, sodass man super mit summen kann. Die Inszenierung, die wir gesehen haben stammt von Cameron Mackintosh (Produzent), Trevor Nunn (Regie) und John Caird (Regie). Wenn ihr mehr zum Cast und den Creatives erfahren wollt, dann besucht doch mal die Seite des Musicals [http://www.lesmis.com/uk/about/cast-and-creatives/].

Unsere Plätze befanden sich ganz oben im Upper Circle. Trotzdem hatten wir einen super Blick auf die Bühne. Nur einen kleinen Nachteil gab es: um den Vorderrand der Bühne sehen zu können, mussten wir uns immer etwas nach vorne beugen, was nicht gerade gut für den Rücken war. Und auch die Beine hatten nicht viel Freiheit. Das waren aber die einzigen Mängel. Bezahlt haben wir umgerechnet fast 70 Euro pro Person – also „normale“ Musicalpreise.

Das Queen’s Theatre

Das Queen’s Theatre eröffnete am 08.Oktober 1907. Das erste Musical hieß „Sugar Bowle“, lief aber nur circa einen Monat. 1940 wurde das Theater durch Luftangriffe zerstört und lag für fast 20 Jahre still. Im Jahr 1959 wurde es wiedereröffnet. Seit 1972 steht es unter Denkmalschutz. Das Stück Les Miserables wird seit April 2004 dort aufgeführt (zuvor wurde war das Palace Theatre seit 1985 Spielstätte).Das Theater befindet sich im Londoner Bezirk West End.

Meine Empfehlung für euch

Schaut euch vorher noch den Film an. Dadurch, dass wir die Handlung kannten, war es einfach der Geschichte auf der Bühne zu folgen. Hätten wir den Film vorher nicht gesehen, wäre es schwieriger geworden. Außerdem konnten wir so auch mal von den Hauptfiguren weg, und die Nebenpersonen beobachten.

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