Architecture is pure beauty – Teil 1: Das Taj Mahal

Die „Mutter aller Künste“

So bezeichnet Vitruv (Architekt und Architekturtheoretiker) die Architektur. Was ist Architektur? Nun ja, eine eindeutige allumfassende Definition gibt es nicht. Hier aber ein Versuch: Laut Duden beschreibt das Wort „Architektur“ die BAUKUNST. Gibt man in Wikipedia „Architektur“ ein, kann man folgendes lesen:

Das Wort Architektur (vom altgriechischenαρχιτέκτων [architékton] für „Baukunst“) bezeichnet im weitesten Sinne die handwerkliche Beschäftigung und ästhetische Auseinandersetzung des Menschen mit gebautem Raum. Das planvolle Entwerfen, Gestalten und Konstruieren von Bauwerken ist der zentrale Inhalt der Architektur. Es gibt eine Vielzahl von Definitionen des Begriffes, die der Architektur verschiedene Aufgaben, Inhalte und Bedeutungen zuschreiben.

In meinem Studium der Kunstgeschichte habe ich mich auch mit Architektur beschäftigt. Architektur ist für mich Schönheit, Kunst und Zeit. Jede Zeitepoche hat ihren eigenen Baustil. Architektur beginnt schon bei der kleinsten Holzhütte und endet nie. Sie befindet sich immer im Wandel der Zeit.

Auf meinen Reisen habe ich die Schönheit, die Kunst und die Zeit sehen dürfen. In meiner neuen Blog-Serie „Architecture is pure beauty“ möchte ich euch Bauwerke vorstellen und euch die Schönheit zeigen, die Menschen vor mehreren Jahren mit ihren eigenen Händen und Manneskraft  erschaffen haben.

Den Anfang macht für mich das schönste Bauwerk Indiens:

Das Taj Mahal – Das Zeichen einer ’never ending Lovestory‘

Das Taj Mahal

Never Ending Love

Gebaut wurde das Taj Mahal ab 1631. Der Großmogul Shah Jahan ließ es zum Andenken an seine kurz davor verstorbene Frau Mumtaz Mahal errichten. Seine Frau verstarb bei der Geburt seines 14ten Kindes. Als Zeichen seiner Liebe ließ er dieses wundervolle und schöne Bauwerk errichten. Es ist 58 Meter hoch und 56 Meter breit und dient als Grabstätte für Mumtaz Mahal und Shah Jahan. Das in Agra (Uttar Pradesh) liegende Denkmal wurde am Ufer der Yamuna, auf einer 100 × 100 Meter großen Marmorplattform errichtet. Es wurde wahrscheinlich 1648 (oder 1653?) fertig gestellt. Shah Jahan selbst hat den Bau leider nicht frei miterleben dürfen. Sein Sohn hatte ihn gestürzt und hielt ihn im Agra Fort gefangen. Shah Jahan konnte seine Geliebte Frau nur  noch aus der Ferne betrachten.

Pure Schönheit

An dem Bau waren rund 20.000 Handwerker aus Süd-und Zentralasien beteiligt. Das Bauwerk vereinigt persische und islamische  Architektur mit indischen Elementen, in Form einer Moschee. Die Baumaterialien wurden aus ganz Indien auf dem Rücken dutzender Elefanten angeliefert. Das Taj Mahal („Kronenpalast“) besteht, wie die Plattform aus weißem Marmor. 28 verschiedene Edel-und Halbedelsteine sind in dem Marmor verarbeitet, wie zum Beispiel Jade, Saphire und Diamanten. Entworfen wurde das Mausoleum u.a vom Architekten Ustad Ahmad Lahauri.

Ein Traum aus 1001 Nacht

2013 habe ich das Taj Mahal sehen dürfen. 6 Monate zuvor noch im TV gesehen und jetzt live erlebt. Es war ein Traum aus 1001 Nacht. Tausende von Menschen. Sonnenuntergang. Never Ending Love. Alles an diesem Bauwerk ist perfekt. Pure Beauty eben. Naja fast alles. Ursprünglich war nämlich das Bauwerk nur für Mumtaz Mahal geplant und so konstruiert, dass alles auf dem Gelände symmetrisch ist. Shah Jahan wurde neben seiner Frau beigesetzt. Sein Sarg ist das einzige Element auf dieser Anlage, welches nicht in die symmetrische Ordnung passt. Und noch was: Die Särge die zusehen sind, sind Duplikate. Die echten Särge liegen ein Stockwerk weiter unten. Nur zwei Mal im Jahr bekommen die Besucher die echten Särge zu sehen – und zwar am Hochzeitstag der beiden und dem Tag danach.

Für mich ist dieses Bauwerk das Zeichen von Liebe und Leidenschaft, die nie zu Ende gehen. Es überdauert Zeit und Raum und ist pure Schönheit.

Hier noch ein paar Bilder:


Hier noch ein Link zur Internetseite des Taj Mahals:

http://www.tajmahal.org.uk

 

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