Florenz & Pisa – Städte der Renaissance

Florenz ist die größte Stadt und Hauptstadt der Toskana. Bekannt ist sie durch seine Geschichte und Kunst – vor allem der Renaissancekunst. Im 15. und 16. Jahrhundert erfuhr Florenz seine Blütezeit. Durch die Dynastie-Familie Di Medici florierte die Stadt zu einer Metropole. Künstler wie Donatello, Leonardo da Vinci, Brunelleschi, Masaccio, Cimabue, Giotto zog es nach Florenz. Ihre Spuren sind bis heute in der Stadt zusehen. Pisa liegt rund 80km von Florenz entfernt. Das Wahrzeichen der Stadt ist der Schiefen Turm. Im Sommer 2015 habe ich beide Städte besucht dürfen. Was ich kulturell alles erlebt habe und welche Kulturtips es gibt, lest ihr hier


Florenz ist in vielerlei Hinsicht eine sehenswerte Stadt. Als Studentin der Kunst- und Bildgeschichte war es für mich ein Muss diese Stadt wenigstens ein Mal zu besuchen. Das letzte Mal war ich acht Jahre alt und leider sind keinerlei Erinnerungen von damals hängen geblieben. Mein Städtetrip nach Florenz ging vom 17.08 – 20.08.2015. Im Gepäck: meine Cousine & viel Wissen und Neugier über Kunstgeschichte.

Dom mit Campanille

Von Berlin Tegel ging es mit einer italienischen Airline nach Pisa zum Flughafen Galileo Galilei. Der Flug dauert gerade mal knapp zwei Stunden. In Pisa angekommen, gibt es mehrere Möglichkeiten, um nach Florenz zu gelangen. Wir entschieden uns für den Expressbus für 6 Euro. Nach circa 70 Minuten kamen wir auf dem Busbahnhof neben der Santa Maria Novella an. Der erste Eindruck dieser Stadt war fabelhaft. Unser Hotel lag etwa 10 Minuten vom Bahnhof entfernt. Mit unseren Koffern rollten wir gemütlich dorthin. Den Abend verbrachten wir am Dom.

Florenz per Fuß

Ich möchte euch mitnehmen auf eine kleinen kleinen Rundgang durch die Stadt. Unser erstes Tagesziel war die SANTA MARIA NOVELLA. In dieser Kirche befindet sich das TRINITÄTSFRESKO von Masaccio. Es ist Wahnsinn dieses Kunstwerk mit eigenen Augen zu sehen, nachdem ich schon so viel im Studium darüber gelernt habe. Und auch Giotto hat sich mit einem Werk in dieser Kirche verewigt. Ein kleiner Tipp für alle Frauen: Knie und Schultern müssen prinzipiell in Kathedralen in Italien bedeckt sein – aus Respekt versteht sich.

Fesko von Masaccio in der Santa Maria Novella


Unsere nächste Station war die BASILICA DI SAN LORENZO und die BIBLIOTECA LAURENZIANA. Auch diese beiden Sehenswürdigkeiten habe ich bereits im Studium behandelt. Es ist wunderschön diese ehrwürdige Bibliothek zu betreten. Das Besondere ist das Vestibül zum Lesesaal. Die Bücher/Schriftrollen, die sich damals in den Lesebänken befanden, sind heute an einem anderen Ort, an dem sie besser konserviert und aufbewahrt werden können. Nur noch das „Inhaltsverzeichnis“ an den Bänken, gibt Aufschluss darüber, welchen Inhalt die alten Bücher haben. In solchen Momenten wird mir immer wieder klar, warum ich Kunstgeschichte studiere.

Vestibül der Biblioteca Laurenziana

Neben der Basilica di San Lorenzo befindet sich der PALAZZO DI MEDICI. Die Medici-Familie war eine der einflussreichsten Familien im 15./16. Jahrhundert in Florenz. In ihrem „Wohnhaus“ zu stehen ist unfassbar. Nachdem ich auch diesen Punkt auf meiner To-Do-Liste abhacken konnte, haben wir erst mal Mittagspause gemacht. Wir sind in Richtung Hotel (in der Via del Giglio) zurückgegangen und haben im Ristorante Lorenzo de‘ Medici gegessen. Unsere erste richtige italienische Pizza – sehr gut und super lecker. Nach der kleinen Mittagspause haben wir Florenz per Fuß weiter erkundet – diesmal aber ohne in eines der Bauwerke zu gehen. Das nächste Ziel war die PONTE VECCHIO. Die „Alte Brücke“ ist links und rechts mit Läden bebaut. Nach der Brückenüberquerrung sind wir zum PALAZZO PITTI und zur SANTO SPIRITO gelaufen. Danach sind wir am Ufer des Flusses Arno entlang zur PONTE ALLE GRAZIE in Richtung SANTA CROCE spaziert. Wir haben noch einen Blick auf die BIBLIOTECA NAZIONALE geworfen und dann auf dem PIAZZA DI S. CROCE die SANTA CROCE betrachtet. Es ist atemberaubend zu sehen, was Menschenhände ohne moderne Technik erschaffen können. Unsere Rundgang ging weiter zum PALAZZO VECCHIO. Daneben befinden sich die UFFIZIEN. Von dort aus ging es zurück zum DOM und weiter zum Hotel. Den Abend haben wir auf unsere Hotelterrasse ausklingen lassen.

Fazit des Tages: Nicht alle Wege führen nach Rom, aber alle Wege führen zum Dom. In Florenz benötigt man keine Karte zur Orientierung. Hier dient der Dom als Orientierungspunkt. Die Stadt selbst ist binnen weniger Stunden bzw. im Laufe eines Tages gut zu erlaufen. Allerdings solltet ihr immer festes Schuhwerk tragen, sonst kann das Laufen echt anstrengend werden. Die meisten der Bauwerke haben wir nur von außen betrachtet. Um alles auch von innen sehen zu können, reichen drei Tage leider nicht aus.

Schiefer Turm von Pisa

Pisa und der Schiefe Turm

Da wir Florenz am ersten Tag durchwandert haben, entschlossen wir uns nach Pisa zu fahren. Mit dem Expressbus ging es vom Busbahnhof zum Flughafen von Pisa. Von dort fahren Busse ins Zentrum der Stadt. Natürlich war unser Ziel die PIAZZA DI MIRACOLLI. Hier sind die Sehenswürdigkeiten von Pisa alle auf einem Fleckchen versammelt. SCHIEFER TURM, CATHEDRALE und BAPTISTERIUM (Taufkirche) standen auf unserer Liste. Nur die Cathedrale ist für alle Besucher kostenlos zu besichtigen. Die anderen Gebäude können nur mit Eintritt besucht werden. Im nebenstehenden Museum gibt es die Tickets. Das System ist relativ einfach: Ein Monument + die Cathedrale = 5 Euro usw… Nur der Schiefe Turm ist mit 18 Euro Eintritt das teuerste Monument auf diesen Platz. Wir entschieden uns dafür, nur das Baptisterium und die Cathedrale zu besuchen. Der Andrang und der Eintrittspreis für den Schiefen Turm waren dann doch zu hoch. Warum der Turm von Pisa schief gebaut wurde, erzähle ich euch in einem separaten Blogpost –> Architecture is pure beauty – Teil 2: La torre pendente di pisa 

Cathedrale mit Turm im Hintergrund

Am dritten und letzten Tag hatte es leider geregnet, sodass wir nicht mehr viel unternehmen konnten. Am nächsten Morgen stand dann auch schon der Heimflug auf dem Programm. Für alle Florenz-Besucher kann ich aber einen Besuch in den Uffizien nur empfehlen. Leider haben wir diesen Programpunkt aus zeitlichen Gründen nicht mehr geschafft.

Innenansicht Kathedrale von Pisa

Mein Fazit vom Städtetrip nach Florenz & Pisa: Nicht nur für Kunsthistorikerinnen wie mich sind diese Städte einen Besuch wert. Das Hotel, welches wir Anfang 2015 über ein Online-Reiseanbieter gebucht hatten, die Stadt und das italienische Flair haben einfach super zueinander gepasst. Auch preislich gesehen war der Trip – für italienische Verhältnisse- nicht allzu teuer. Ich kann Florenz nur wärmstens weiterempfehlen.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.